Baumann: „Neue Mobilität ist attraktiv, günstig und grün“

Verkehrspolitischer Abend von Dr. Andre Baumann mit dem Grünen Verkehrsexperten Hermino Katzenstein MdL. Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr wurde in den vergangenen Jahren vom Grünen Verkehrsministerium gefördert

„Vor wenigen Tagen wurde die Regiobuslinie von Schwetzingen nach Walldorf/ Wiesloch ausgeschrieben. Die ersten Busse fahren Ende des Jahres“, berichtete Hermino Katzenstein. „Das ist das jüngste Beispiel dafür, dass wir die neue Mobilität im Rhein-Neckar-Kreis vorangebracht haben.“ Zu einem verkehrspolitischen Abend hatte Dr. Andre Baumann den Verkehrsexperten Hermino Katzenstein eingeladen. Katzenstein stellte in seinem Vortrag Erfolge der letzten Jahre, sowie Ziele und Maßnahmen für eine neue Mobilität vor. „Egal wie wir unterwegs sind: zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem E-Auto. Die neue Mobilität muss attraktiv, preiswert, sicher und klimafreundlich sein“, sagte Landtagskandidat Baumann. „Wir wollen und sollen mobil bleiben, aber so, dass wir unsere Lebensqualität erhöhen und die zukünftiger Generationen erhalten.“

„Wir haben viel erreicht und noch viel vor“, sagte Verkehrsexperte Katzenstein. Bevor er die Erfolge der grünen Verkehrspolitik vorstelle, stellte er die Ziele für das Jahr 2030 vor. „Bis zum Jahr 2030 wollen wir den Anteil des ÖPNV verdoppeln, wir wollen, dass jedes dritte Auto CO2-neutral unterwegs ist und dass jeder zweite Weg mit dem Rad oder zu Fuß erledigt werden kann“, zählte Katzenstein auf. Dadurch würden auch die Innenstädte vom Autoverkehr entlastet. „Auch wenn die Ziele der neuen Mobilität noch weit entfernt sind, wir sind auf dem richtigen Weg und schnell unterwegs. Gemeinsam werden wir das Klimaziel in der Mobilität erreichen.“

Katzenstein erklärte, was sich in den vergangenen zehn Jahren verändert hat: „Verkehrspolitik ist mehr als nur Autopolitik. Jeder von uns ist mehr zu Fuß unterwegs als mit dem Auto. Darum war es wichtig, im Land den Fuß- und Radverkehr zu fördern.“ Auch der ÖPNV wurde massiv gestärkt. „Statt eines Tarifdschungels, haben wir einen fürs ganze Land gültigen BWTarif geschaffen. Mit einem ÖPNV-Ticket, das im ganzen Land gilt und das auch noch preisgünstig ist.“ Katzenstein erläuterte, dass auch die ÖPNV-Verbindungen in den vergangenen Jahren stark ausgebaut wurden. „Wir haben die ÖPNV-Mittel deutlich erhöht. In Regionen, wo keine Bahnlinien vorhanden sind, haben wir zusammen mit den Landkreisen Regio-Busse eingeführt, die Fahrgäste schnell und günstig durch die Region bringen.“

Katzenstein freute sich, vom jüngsten Erfolg der Grünen Verkehrspolitik zu berichten: „Vor wenigen Tagen wurde die Regiobuslinie Schwetzingen nach Walldorf/Wiesloch ausgeschrieben. Ende 2021 können Beschäftigte bei SAP aus Deinem Wahlkreis ruckzuck nach Walldorf mit dem Bus fahren.“ In Schwetzingen werde weiter eine S-Bahnhaltestelle im Hirschacker gebaut, eine weitere S-Bahnhaltestelle in der Schwetzinger Nordstadt werde bald folgen. „Ich freue mich, dass die S-Bahnverbindung von Karlsruhe nach Mannheim ausgebaut wurde: neue Züge der neuen S9 und eine engere Taktung“, freute sich Baumann, der seit über elf Jahren mit dem Zug von Schwetzingen über Mannheim nach Stuttgart pendelt.

„Wir bringen auch den Radverkehr im Land gut voran“, so Katzenstein. Für das 7.000 km umfassende „RadNETZ BW“ – die wichtigsten Radstrecken des Landes – wurden konkrete Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet. Kommunen, die Schwachstellen in ihrem Radwegenetz beheben, würden vom Land hoch gefördert. „Ich freue mich, dass die Kommunen im ganzen Land ihre Radwege ausbauen und die Finanzmittel sehr gut abfließen.“ Baumann ergänzte, dass er sich freut, dass der Rhein-Neckar-Kreis ein Hotspot der Radschnellwege im Land ist. Auf Radschnellwegen haben Radfahrer Vorrang. „Wenn die Radschnellverbindung von Schwetzingen über Plankstadt und Eppelheim nach Heidelberg gebaut ist, dann fahre ich von zuhause mit dem Rad genauso schnell nach Heidelberg wie mit dem Auto – und habe auch noch Sport getrieben und bin durch schöne Natur gefahren.“ Die Kommunen entlang dieses Radschnellweges haben Planung und Bau übernommen, das Land erstattet alle Kosten. „Als Minister Hermann das Konzept der Radschnellwege Politikern anderer Parteien im Verkehrsausschuss vorstelle, wurde er angeschaut, als käme er von einem anderem Stern“, so Katzenstein. „Mittlerweile kommen wir bei Planung und Bau von Radschnellwegen kaum hinterher. Grüne Verkehrspolitik ist der Renner – bundesweit!“

„Ich freue mich, dass auch in der Region die neue Mobilität sichtbar wird. Aber wir haben noch viel zu tun. Wir brauchen mehr und enger gestaltete Bus- und Bahnverbindungen – und das zu günstigen Preisen“, sagte Baumann. „Nur wenn es einfacher, schnell und günstig ist, mit Bus, Bahn und Rad zu fahren, dann lassen Menschen ihr Auto in der Garage stehen.“ Baumann sagte auch, dass er das Auto nicht verteufeln wolle. „Wir brauchen auch einen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Autos – am besten solchen, die bei uns im Land vom Band gelaufen sind. Und wir brauchen mehr Car-Sharing-Angebote. Die neue Mobilität ist vielfältig, klimaneutral, schnell, günstig und macht Spaß.“

Dr. Andre Baumann unterwegs auf der Strecke des RadNETZ BW: unterwegs mit Grünen Ortsverbänden von Schwetzingen nach Brühl. 

 

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