Reilinger Grüne feiern 5 Jahre Ortsverband

Bereits fünf Jahre ist es schon her, als sich mit Anna-Lena Becker (geb. Großhans), Jochen Rotter, Simon Schell, Oliver Keim, Christopher Pöschel und anderen eine Gruppe an jungen und hochmotivierten Menschen zum Bündnis’90/Die Grünen-Ortsverband Reilingen zusammenschloss, mit einem gemeinsamen Ziel: Frischen Wind ins Rathaus zu bringen! Als Ziele des Ortsverbands wurden damals eine bessere Bürgerbeteiligung und Transparenz, Natur- und Umweltschutz sowie die Sicherung des Schulstandortes ausgegeben. 

Mit Erfolg: Bei der Gemeinderatswahl im Jahre 2014 konnten gleich zwei Mitglieder, Anna-Lena Becker und Jochen Rotter ins Rathaus einziehen. Und so treffen sich die Mitglieder und interessierte Bürger seitdem zu monatlichen Stammtischen. Zum 5-Jährigen Jubiläum wurde nun Bilanz gezogen:

Als Erfolge können die Grünen die Schließung der Radweglücke im Alten Rottweg, die mittlerweile eingeführte Transparenz bei Baumfällungen, der barrierefreie Zugang zur Mehrzweckhalle der Fritz-Mannherz-Hallen oder auch das Blockheizkraftwerk für die Fritz-Mannherz-Hallen und die Schiller-Schule verbuchen. Die Reilinger Grünen haben auch mehrere Anfragen an die Gemeindeverwaltung gestellt, u.a. zum Pestizideinsatz in der Gemeinde und zur Wasserqualität in den Reilinger Gewässern.

Seit der Gründung des Ortsverbandes werden regelmäßige Veranstaltungen zu Themen, die natürlich auch die Einwohner Reilingens betreffen, durchgeführt. Angefangen hat man 2013 mit einem Vortrag von Dr. Ute Kratzmeier von der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) zur Gemeinschaftsschule. Neben den regelmäßigen monatlichen öffentlichen Stammtischen, der jährlichen Teilnahme an der Ferienfreizeit und der Aktion „Saubere Gemeinde“ hat der Ortsverband der Grünen Reilingen mit dem „Grünen Kino“ 2017 eine neue Informations- und Austauschplattform etabliert: Dabei werden Dokumentarfilme zu aktuellen Themen gezeigt. Als Experten für die anschließende Diskussion konnten bisher unter anderem Biolandwirt Michael Hoffmann und Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann gewonnen werden. Auch die Abgeordneten Kreisrat Adolf Härdle, MdL Manfred Kern und MdB Dr. Danyal Bayaz sind regelmäßig in Reilingen zu Gast.

Der Ortsverband stellte nach dem Rückblick fest, dass bei so wichtigen Themen wie der Biotopvernetzung, dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, der Jugendbeteiligung und auch der Müllvermeidung noch einige Anstrengungen notwendig sind.

Mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen ging der Grüne Jubiläums-Stammtisch zu Ende.

Reilinger Grüne bei Demo im Hambacher Forst dabei

50.000 Menschen demonstrierten am letzten Wochenende im Hambacher Forst. Die Demonstranten setzten sich friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes ein. Eva Ciuman von den Reilinger Grünen war mit dabei: „Diese große Zahl an Demonstranten ist schon beeindruckend. Ich freue mich, dass die Rodungen gestoppt wurden.“

Auch in Reilingen setzen sich die Reilinger Grünen für erneuerbare Energien ein. So sprachen sich die Grünen gegen Erdölbohrungen auf Reilinger Gemarkung aus. Außerdem fordern die Grünen seit Jahren, dass die Gemeinde Reilingen ihren Strom aus erneuerbaren Energien beziehen soll.

Ferienfreizeit bei den Grünen im Wald

Grünen-Sprecherin Anna-Lena Becker begrüßte 22 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren bei der diesjährigen Kinderferienfreizeit. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen führte Heike Döhren mit den Kindern spannende Spiele im Wald durch. Außerdem wurden Waldmandalas erstellt. Dazu sammelten die Kinder Materialen im Wald und legten daraus ein Bild. Simon Schell und Oliver Keim veranstalteten ein Quiz, bei dem die Kinder Tiere zu erraten hatten. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Zum Abschluss gab es leckere Flammkuchen vom Wersauer Hof.

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Grüne für Ausbau der Mobilität in Reilingen

Grüner Stammtisch 050718Die Reilinger Grünen haben beim letzten Grünen Stammtisch über das Thema Mobilität gesprochen. Neben dem allgemeinen Wunsch nach persönlicher Mobilität gibt es auch Herausforderungen wie zum Beispiel einen eingeschränkten Busverkehr am Wochenende zu bewältigen. Die Reilinger Grünen loben die bisherigen Anstrengungen der Gemeinde, die jedoch nicht nachlassen sollten. Auf der Einwohnerversammlung wurde mitgeteilt, dass der Autoverkehr in Reilingen alleine in den letzten 5 Jahren um rund 10 bis 15 Prozent zugenommen hat.

Die Mobilität könnte mit folgenden Maßnahmen weiter verbessert werden:

1. Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen

Dass die Buslinie 719 seit rund zwei Jahren in Reilingen hält und von Pendlern gut angenommen wird, begrüßen die Grünen. Damit haben Reilinger Pendler die Möglichkeit, per Bus den Bahnhof Rot-Malsch (719) zu erreichen. Außerdem fährt die Buslinie 719 neben der seit Jahren etablierten Buslinie 717 den Bahnhof Neulußheim an.

Bei der nächsten Ausschreibung sollte Reilingen die Möglichkeit prüfen, die Buslinie 718 bis zum Bahnhof Wiesloch/Walldorf fahren zu lassen. Der Bus hält in der Walldorfer Innenstadt und fährt nur von montags bis freitags. Daher sollten auch Busverbindungen am Wochenende angeboten werden.

2. Radwege erhalten und ausbauen

Eine gute und sinnvolle Entscheidung war es, bei der Sanierung und Neugestaltung der Haydnallee einen Radweg zu schaffen. Die Lücke des Radweges am Alten Rottweg zu schließen, war ebenfalls sinnvoll und überfällig. Der Fröschau-Radweg wurde kürzlich eröffnet. Mit diesen Maßnahmen werden die Radweglücken in Reilingen weiter reduziert. Die Grünen begrüßen auch die Teilnahme der Gemeinde am „Stadtradeln“.

Der bereits bestehende Weg durch den Wald nach Kirrlach sollte saniert werden. Die Grünen haben dazu bereits 2015 einen Haushaltsantrag gestellt.

3. Car-Sharing-Station errichten

Gemeinsam mit den Nachbargemeinden könnten an den Bahnhöfen in Neulußheim und Hockenheim Carsharing-Stationen aufgebaut werden.
In Reilingen könnte ebenfalls eine Carsharing-Station entstehen. Diese würde eine wichtige
Ergänzung zu den Buslinien darstellen.

4. Umstieg auf Elektromobilität unterstützen

Im näheren Umkreis gibt es heute nur an den Autobahnraststätten öffentliche Elektroladestationen für Autos. Daher war es aus Sicht der Grünen-Fraktion klar, dass man den Antrag der CDU-Fraktion auf Errichtung einer Elektroladestation unterstützt. Das Land Baden-Württemberg möchte 2.000 Ladestationen im Land errichten. Die Gemeinde sollte sich daher mit dem Land entsprechend abstimmen, so dass auch Reilingen von einer möglichen Förderung profitieren kann.

Mit gutem Beispiel voran gehen könnte die Gemeinde und bei Neuanschaffungen E-Autos zulegen. Außerdem könnte die Gemeinde ein Elektroauto als E-Carsharing-Auto beisteuern.

Eine Zusammenarbeit mit Reilinger Firmen könnte bei der Elektromobiltät Sinn ergeben. So könnten in Kooperation Ladesäulen entstehen. Als Standort könnte beispielsweise das Achat-Hotel dienen. Dieses Modell wird in einigen Kommunen Baden-Württembergs bereits erfolgreich betrieben.

5. E-Bike-Ladestation bauen

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Viele Radfahrer vergrößern ihre Reichweite mit E-Bikes, andere fahren überhaupt erst mit dem Fahrrad aufgrund des bequemen Elektroantriebs. Ähnlich wie beim Elektroauto ist auch bei den E-Bikes ein gut ausgebautes Netz von Ladestationen notwendig. Eine Ladestation für E-Bikes (z.B. am Rathaus) könnte die Nutzung von diesen unterstützen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Ladestation könnte z.B. in einem Fahrradständer mit integrierter Steckdose oder auch klassisch als Ladesäule entstehen.

6. VRNextbike

Schwetzingen, Hockenheim und St.Leon-Rot bieten den Fahrradverleih-Service VRNextbike bereits an. Reilingen könnte aus Sicht der Grünen diesen Service ebenfalls anbieten und eine sinnvolle Lücke zwischen den einzelnen Bahnhöfen der Nachbargemeinden schließen.

Die Reilinger Grünen kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Gemeinde Reilingen auf einem guten Weg ist, zukünftige Bedarfe jedoch weitere neue und innovative Lösungen erfordern.

Grünes Kino mit „The True Cost – Der Preis der Mode“

Der dritte Grüne Kinoabend in Reilingen war ein voller Erfolg. Die Reilinger Grünen-Sprecherin Anna-Lena Becker begrüßte zu Beginn zahlreiche Gäste, darunter auch den Grünen Landtagsabgeordneten Manfred Kern.

Nachdem bei den ersten beiden Kinoabenden die Themen Ernährung und Klimawandel im Fokus standen, widmete sich der Dokumentarfilm „The True Cost – Der Preis der Mode“ den negativen Seiten der Textilindustrie. Ständig wird neue Mode präsentiert, „Fast Fashion“ heißt dieser Trend. War es früher üblich, 2 Mal pro Jahr neue Mode zu präsentieren, bringen die Modeketten heutzutage nahezu wöchentlich neue Kleidungsstücke auf den Markt. Trotz gestiegener Kosten wird immer mehr Kleidung zu günstigeren Preisen produziert. Geld eingespart wird bei den Textilfabrikarbeitern in den Entwicklungsländern, die unter erbärmlichen Bedingungen arbeiten und ca. 3 EUR Tageslohn erhalten. 2013 starben beim Einsturz der Rana Plaza in Bangladesch ca. 1.100 Menschen, weitere rund 2.500 Menschen wurden verletzt.

Neben der Ausbeutung der Menschen in den Fabriken leidet auch die Umwelt. Die Textilbranche ist nach der Ölindustrie die umweltschädlichste Branche der Welt. Der Film berichtete auch von der auffällig hohen Anzahl von geistig behinderten Kindern im indischen Punjab-Gebiet. Ursache ist der massive Einsatz von Pestiziden. Die Baumwollbauern in Indien haben eine sehr hohe Selbstmordrate. Grund ist die ausweglose Situation, da sie teures genmanipuliertes Saatgut kaufen müssen und somit von den Erträgen kaum was bei ihnen übrig bleibt.

Mögliche Lösungsansätze sind sogenannte „Fairtrade“-Modemarken und die Produktion von Biobaumwolle. Die Menschen sollten angemessen bezahlt werden,  vernünftige Arbeitsbedingungen haben und die Umwelt geschont werden.

Spätestens seit der Katastrophe von Bangladesch 2013 wissen auch die Menschen in Deutschland über die Schattenseiten der billigen Mode bescheid. Dieses Wissen wird aber häufig ausgeblendet, wenn man im Modeladen steht oder online einkauft. Die Verlockung, Markenartikel zu günstigen Preisen zu erwerben, ist häufig zu groß.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurde neben Hinweisen auf Bio-Modeketten auch auf Kleidertauschpartys hingewiesen. Der Neulußheimer Grünen-Gemeinderat Alexander Mansel machte daraufhin auf die anstehende Kleidertauschparty der Grünen Jugend Kurpfalz-Hardt aufmerksam. Diese findet am Samstag, 09.06.2018 von 14 Uhr bis 18 Uhr im Alten Bahnhof in Neulußheim statt.

 

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5.Tour d’HoRAN – Eine Zeitreise der besonderen Art

HoRAN.Eine Zeitreise der besonderen Art unternahmen die Grünen im Horan bei ihrer fünften Tour d`HoRAN. Adolf Härdle hatte die Idee und Jochen Rotter die Federführung für die Vorbereitung übernommen. Den Besuch des Friseurmuseums in Altlußheim, des Turmuhrenmuseums in Neulußheim und des Heimatmuseums in Reilingen hatten sich die Radtour-Teilnehmer vorgenommen und sie nahmen sich dafür die Zeit.
Friseurmuseum: Der Friseurberuf hat eine lange Tradition
Am Treffpunkt im liebevoll eingerichteten „Schnuteputzer`s Friseurmuseum“ im Bürgerhaus Altlußheim angekommen, gelang es Friseurmeister Willi Dörr den
interessierten Besuchern manch Wissenswertes über die Geschichte des Friseurhandwerks zu vermitteln. Der Kauf einer Saloneinrichtung aus den 1930er Jahren war der Ausgangspunkt für die Idee, ein Friseurmuseum einzurichten. EinFörderverein Friseurmuseum Altlußheim e.V. wurde gegründet und es war nur eine Frage der Zeit bis ein geeigneter Raum gefunden wurde. Der Friseurberuf hat eine lange Tradition, wußte Dörr zu berichten. Der Barbier oder Bader im Mittelalter war nicht nur für die Frisur und die Bartpflege zuständig, auch wenn es um Probleme mit den Zähnen ging, war er ein gefragter Mann. Zur Veranschaulichung holte Willi Dörr eine Zange aus der Vitrine, mit der die Zähne gezogen wurden. Die Begeisterung der interessierten Zuhörer hielt sich doch deutlich in Grenzen. In früheren Zeiten wurden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, die Haare nicht einfach entsorgt, sondern regelrecht gesammelt. Uhren-, Halsketten,Broschen, Armreife aus Haaren wurden gefertigt. Die gezeigten Exemplare trafen da schon mehr den Geschmack der weiblichen Museumsbesucher. Um die 3.000 Exponate, darunter 400 Onduliergeräte, 250 Rasiermesser (das älteste aus dem Jahr 1813), jede Menge Trockenhauben konnten bewundert werden. Es fiel schwer Abschied zu nehmen. Gestärkt durch ein erfrischendes Getränk, von Willi Dörr kredenzt, wurde die Radtour, an der neben Mitgliedern der Grünen, den Gemeinderäten und Stadträten aus der Verwaltungsgemeinschaft auch die Wahlkreisabgeordneten Manfred Kern (MdL) und Dr. Danyal Bayaz (MdB) teilnahmen, fortgesetzt.
Turmuhrenmuseum: Faszinierende Welt der Turmuhren
In Neulußheim angekommen, folgten die Tourteilnehmer fasziniert den Ausführungen von Norbert Schäfer über seine Turmuhrensammlung in Neulußheim.
Kaum waren die steilen Treppen erklommen, eröffnete sich im Dachgeschoß eines ehemaligen Schulgebäudes die faszinierende Welt der Turmuhren. Museumsleiter und leidenschaftlicher Sammler, Norbert Schäfer, verstand es den interessierten Besuchern nicht nur seine Turmuhren zu präsentieren, sondern auch die Geschichte der Zeitmessung zu vermitteln. Mit dem Ausspruch „Wir treffen uns auf ein Glas“ war laut Schäfer nicht das Trinken eines Glas Weins gemeint, sondern die Zeit des Gesprächs. Eine Sanduhr, ein sogenanntes Stundenglas, veranschaulichte dies plastisch. Die ersten Uhrwerke nach dem 12. Jahrhundert hatten noch keine Zeiger, war zu erfahren. Erst um 1500 kam der erste und um 1700 der zweite Zeiger hinzu. Im Mittelalter hatten die Menschen noch kein Zeitgefühl. Die Tage waren bestimmt durch den Lauf der Sonne. Erst durch die industrielle Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert mit dem einhergehenden Einsatz von Maschinen wurde der Tag in Stunden eingeteilt. Die Eisenbahn veränderte die Welt, Zeit und Raum rückten näher zusammen. In Folgedavon wurde 1893 in Deutschland die allgemeingültige Einheitszeit eingeführt. Die von Schäfer entwickelte Unendlichkeitsmaschine, fand das besondere Interesse der Museumsbesucher. „Da komm ́ ich noch mal privat vorbei und schau mir das genauer an“, meinte Dr. Holger O. Porath. Ob der fortgeschrittenen Zeit, das Zeitgefühl war zwischenzeitlich vollkommen abhanden gekommen, wurde die Tour Richtung Reilingen fortgesetzt.
Heimatmuseum: Claudia Kohpeiß fühlt sich in der alten Schulbank sichtlich wohl
Das Heimatmuseum, in einem der ältesten Gebäude der Gemeinde (erste Erwähnung 1435) untergebracht, erwies sich als eine wahre Fundgrube der Ortsgeschichte Reilingens. Ludwig Schell vom „Verein Freunde Reilinger Geschichte“ führte durch die Räume. Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“ wurden geweckt. Die Zeit schien stehen geblieben zu sein. Die Wohnungen, deren Wände nach alten Malertechniken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gestaltet sind, erweckten den Eindruck als hätten die Bewohner den Raum nur für kurze Zeit verlassen. „So einen Küchenherd hatten wir auch“ erinnerte sich Adolf Härdle beim Anblick des alten Holzherds, der mit einem praktischen Wasserschiff versehen war. Aufmerksamkeit zogen auch die aus Emaille gefertigten Bettpfannen im Schlafzimmer auf sich, ersparten diese bis in die 50er Jahre hinein den nächtlichen Gang auf das außerhalb des Hauses gelegenen Plumpsklos. Sichtlich wohl fühlte sich Claudia Kohpeiß in der alten Schulbank und testete gleich mal ihre Rechenkünste.
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„Die Verwaltungsgemeinschaft HoRAN ist mehr als eine Zweckgemeinschaft“, darin waren sich Monika Schroth (Neulußheim) Heike Roll (Altlußheim), Larissa Rotter (Hockenheim) und Anna-Lena Becker (Reilingen) einig. Bei der Einkehr im neuen Stadtladen des Johanneshofs gab es noch genügend Gesprächsstoff. Der Austausch wurde nach der vierstündigen Radtour noch kräftig gepflegt. So viel Zeit musste sein.
Adolf Härdle

Reilinger Grüne zur Schulsozialarbeit und zur mobilen Jugendarbeit

Mit unserer Gemeinschaftsschule werden künftig wieder mehr Schülerinnen und Schüler in Reilingen zur Schule gehen. Wir begrüßen daher den geplanten Ausbau der Schulsozialarbeit von einer Halbtagsstelle in eine Vollzeitstelle. Durch Zuschüsse wird diese Stelle zu 50 Prozent von Kreis und Land finanziert werden.

Als Ergänzung der Schulsozialarbeit ist jedoch die mobile Jugendarbeit aus unserer Sicht ebenfalls sehr wichtig. Wir haben in Reilingen viele tolle Vereine, die sich in der Jugendarbeit engagieren. Eine mobile Jugendarbeit kann hier als Bindeglied zwischen Schule, Familie und Freizeit dienen.

Der Jugendtreff war jahrelang im Keller des Franz-Riegler-Hauses untergebracht. Die Luft war dort sehr feucht. Geschirr und Besteck waren von Schimmel befallen. Es ergab Sinn, den Jugendtreff aus dem Keller im Rieglerhaus herauszuholen. Unser Antrag, das Alte Wasserwerk zum Jugendtreff umzubauen, konnte leider nicht realisiert werden. Ein Jugendtreff wird aus unserer Sicht dann erfolgreich, wenn er auch einen Außenbereich hat. Daher finden wir es gut, dass über alternative Aufenthaltsmöglichkeiten wie z.B. hinter den Fritz-Mannherz-Hallen nachgedacht wird.

Gut ist, dass die Gemeinde anerkennt, dass die mobile Jugendarbeit wichtig ist und erhalten bleiben soll. Schlecht ist aus unserer Sicht, dass man trotz dieser Feststellung die mobile Jugendarbeit auf eine 50 Prozent-Teilzeitstelle reduziert.

Die Grünen hätten sich eher gewünscht, dass man bei der mobilen Jugendarbeit keine Reduzierung vornimmt. Wir nehmen aber auch zur Kenntnis, dass die Vorschläge (Ausbau Schulsozialarbeit, Reduzierung mobile Jugendarbeit, neuer Standort für den Jugendtreff) mit dem Postillion gemeinsam erarbeitet wurden, die Schulsozialarbeit deutlich ausgebaut wird und eine neue Aufenthaltsmöglichkeit für Jugendliche geschaffen werden soll. Unterm Strich stellt dies eine Verbesserung dar.