Reilinger Grüne bei Aktion Saubere Gemeinde aktiv

Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Reilinger Grünen an der Aktion Saubere Gemeinde. Bei strahlendem Frühlingswetter sammelten die Grünen entlang des Großen Hertenwegs von der Bushaltestelle Hockenheimer Straße über den Wirtschaftsweg zur Kläranlage/Häckselplatz bis zum Reiterplatz Müll ein. Auffällig neben dem achtlos weggeworfenen Plastikmüll waren auch zahlreiche leere Wein- und Wodkaflaschen. Insgesamt 4 Müllsäcke konnten gefüllt werden. Danach stärkten sich die Grünen bei leckerer Kartoffel- und Gulaschsuppe vom DRK in der Fritz-Mannherz-Halle.

v.l.n.r. Anna-Lena Becker, Martin Hilken, Jakob Hilken, Karin Özbilen, Lisa Lautenschläger, Eva Ciuman, Simon Schell, Jochen Rotter

Grüne lehnen Haushalt ab

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

bereits zum zweiten Mal in Folge wird dem Gemeinderat ein nicht ausgeglichener Haushalt vorgelegt. Aufgrund vieler wichtiger Investitionen in Reilingens Zukunft haben wir letztes Jahr dem Haushalt 2018 letztendlich zugestimmt. Wir haben uns für einen künftig ausgeglichenen Haushalt ausgesprochen und darum gebeten, notfalls mittels Klausurtagung wichtige Investitionen auf ihre Notwendigkeit und auf ihre zeitliche Priorität zu prüfen. Auch haben wir immer gesagt, dass wir den nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge hinterlassen dürfen! Die Verschuldung wurde in den vergangenen wirtschaftlich starken Jahren leicht abgebaut. 

Doch bereits jetzt sind schwierigere Zeiten erkennbar. Nahezu alle wichtigen Wirtschaftsinstitute korrigieren ihre Prognosen nach unten, der Wachstumsmotor wird schwächer. Die Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer stehen die Geburtenrückgänge der 1990er und 2000er Jahre gegenüber. Aktuelle Investitionen dürfen wir nicht auf Kosten nachfolgender Generationen abwälzen. 

Grüne Haushaltsanträge 

Die Grünen-Fraktion hat aufgrund dieser Situation auch in diesem Jahr wiederholt keine eigenen Haushaltsanträge gestellt. Wir freuen uns aber, dass zwei Grüne Haushaltsanträge endlich realisiert werden konnten. So wurde kürzlich das Blockheizkraftwerk für die Mannherzhallen und die Schillerschule zum Einsparen von jährlich 38 Tonnen CO2 in Betrieb genommen. Diese nachhaltige Investition rechnet sich bereits nach rund 7 Jahren! So geht Klimaschutz mit gleichzeitigem finanziellen Erfolg! Auch die Seniorenbegegnungsstätte im Rieglerhaus ist dank Treppenlift barrierefrei geworden.

Kinderbetreuung und Schule

Die Investitionen in die Zukunft Reilingens begrüßen wir sehr. Eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in gut ausgestatteten Räumen mit wenigen Schließtagen und langen Betreuungszeiten ist insbesondere für Familien sehr wichtig. Eine kostenlose Kinderbetreuung würde aus unserer Sicht zu einem Qualitätsverlust führen. Auch der Erhalt des Schulstandorts wurde durch die Umwandlung in die Gemeinschaftsschule zukunftsfest gemacht. Die geplante Erweiterung der Schule tragen wir selbstverständlich mit.

Vereine und Feuerwehr

Die Erhöhung der Vereinszuschüsse finden wir ebenfalls richtig. Viele aktive Vereine sorgen für eine lebendige Gemeinde. Diese Vereine zu unterstützen, sollte uns etwas wert sein. 

Auch die Unterstützung unserer freiwilligen Feuerwehr ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz aller Reilingerinnen und Reilinger.

ÖPNV

Die gestiegenen Kosten für den ÖPNV sind zwar nicht erfreulich, aber wichtig. Der ÖPNV wird nie Gewinn erwirtschaften können. Für eine Gemeinde wie Reilingen ist ein gut ausgebauter ÖPNV ein wichtiger Standortfaktor – auch für die ortsansässigen Betriebe!

Jugendliche beteiligen / Schulsozialarbeit / offene Jugendarbeit

Nach der mißglückten Beteiligung von Jugendlichen bei der Jugendlichen-Umfrage finden wir es richtig, dass in der Schule Jugendliche bei der Frage nach neuen Aufenthaltsmöglichkeiten beteiligt wurden. Solche Projekte schaffen Akzeptanz und vermeiden teure Fehlinvestitionen.

Auch war es richtig, die Schulsozialarbeit auszubauen. Leider wurde im gleichen Atemzug die offene Jugendarbeit etwas zurückgefahren. Im Februar teilte uns die Schulsozialarbeiterin in der Gemeinderatssitzung mit, dass es auch wichtig wäre, die offene Jugendarbeit zu stärken. Wir Grüne finden, wir sollten auf die SozialarbeiterInnen hören und die offene Jugendarbeit ausbauen.

Uns ist bekannt, dass auf die Gemeinde aufgrund der wirtschaftlich erfolgreichen vergangenen Jahre höhere Steuerabgaben und Ausgleichszahlungen zukommen. Dennoch sind wir mit der Vorlage des nicht ausgeglichenen Haushalts nicht zufrieden:

Unnötige Investitionen streichen / Nicht dringende Investitionen verschieben

So ist zum Beispiel ein angeblicher Radweglückenschluss nach Walldorf geplant. Dieser Lückenschluß erschließt sich uns nicht, da bereits mehrere Radwege und Ausweichmöglichkeiten nach Walldorf existieren. Wir Grüne sind grundsätzlich immer dafür, Radwege zu sanieren und auszubauen. Die Schließung von Radweglücken wie 2014 im Alten Rottweg haben wir mit vorangetrieben. Aber genauso wie vor ein paar Jahren in der Diskussion um eine angebliche Radweglücke nach Kirrlach, stellen wir auch jetzt wieder fest: Es gibt keine Radweglücke nach Walldorf und insofern auch keinen Investitionsbedarf.

Die aus unserer Sicht fragwürdige Verlegung des Trauzimmers kostete uns 61.000 EUR. Wir hatten bereits ein barrierefrei erreichbares Trauzimmer, das die heutigen Anforderungen erfüllt hatte. Insofern darf der Sinn dieser Investition durchaus angezweifelt werden. Ein Ausbau der offenen Jugendarbeit hätte hier mehr gebracht.

Auch ist aus unserer Sicht zu prüfen, ob einige Straßensanierungen tatsächlich in nächster Zeit  in Angriff genommen werden müssen, oder ob eine Verschiebung möglich ist.

Natur- und Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Klimawandel

Zur Biotopvernetzung haben wir mehrfach Haushaltsanträge gestellt. Übrigens in Abstimmung mit allen Grünen aus der Verwaltungsgemeinschaft. Denn die Biotopvernetzung macht nicht halt an Reilingens Gemarkungsgrenzen! Daher freuen wir uns, dass die Gemeinde von sich aus für die nächsten 4 Jahre jeweils 20.000 EUR im Haushalt für die Biotopvernetzung vorgesehen hat.

Bei der Bekämpfung des Klimawandels fehlen uns dagegen weitere Investitionen. Die Folgen des Klimawandels spüren wir auch in Reilingen. Auch finanziell! So kosten Materialien für die Sanierung der Hockenheimer Straße das Dreifache des bisherigen Preises. Grund hierfür war das Niedrigwasser auf dem Rhein im letzten Jahr. Unbestritten eine Auswirkung des Klimawandels!

Bei der kommunalen Energieversorgung wurde dem Gemeinderat noch nicht mal die Möglichkeit der Auswahl zwischen fossilen und erneuerbaren Energien gegeben.

Wie ich bereits eingangs erwähnte: Die Grünen-Fraktion hat bereits letztes Jahr auf die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Haushalts verwiesen. Die Investitionen sind aus unserer Sicht leider auch dieses Jahr nicht genügend auf ihre Notwendigkeit und Priorität hin geprüft worden. Die in der Vorberatung genannten Einsparmöglichkeiten wurden bisher nicht aufgegriffen. Aus den genannten Gründen wird die Fraktion der Grünen dem Haushalt 2019 nicht zustimmen.

Dagegen stimmen wir den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe Abwasser und Wasser sowie der KWG zu. 

Zum Schluß bedanken wir uns bei unserem Kämmerer Herrn Bickle für die geleistete Arbeit.

 

Jochen Rotter

Fraktionssprecher

Bündnis’90/Die Grünen Reilingen

Grüner Stammtisch

Die Reilinger Grünen treffen sich zum öffentlichen Grünen Stammtisch. Dieser findet am Donnerstag, 04.04.2019 ab 20 Uhr im Gasthaus Zum Löwen, Hauptstr. 1 in Reilingen statt. Dabei wird neben den Themen der nächsten Gemeinderatssitzung auch über andere politische Themen gesprochen. Interessierte sind herzlich willkommen.

Grüne ziehen mit Spitzenteam in den Wahlkampf / Erstmalig komplette Liste

Die Reilinger Grünen ziehen mit einem Spitzenteam in den Gemeinderatswahlkampf. Bei der Nominierungsveranstaltung des Bündnis’90/Die Grünen-Ortsverband Reilingen wurde folgende Reihenfolge der Liste festgelegt: 

Auf den Listenplatz 1 wurde Carolin Hoffmann, die Sprecherin der Grünen Jugend, gewählt. Auf den Listenplätzen 2 und 3 gehen die Gemeinderäte der Grünen, Jochen Rotter und Anna-Lena Becker (geb. Großhans) ins Rennen. Zum Spitzenteam zählen auch der stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Bau- und Fördervereins Simon Schell und die langjährige CVJM-Vorsitzende Lisa Lautenschläger auf den Listenplätzen 4 und 5. 

Auf den Listenplätzen 6 bis 11 folgen Robin Ciuman, Janina Pöschel, Oliver Keim, Werner Borowski, Michael Hoffmann und Alena Müller. Die Liste wird komplettiert durch Christopher Pöschel, Martin Hilken, Heike Döhren, Dieter Fillinger, Karin Özbilen, Julian Hoffmann und Jens Pflüger auf den Plätzen 12 bis 18. 

Der Ortsverband freut sich, dieses Mal bei der Gemeinderatswahl mit einer vollständigen Liste antreten zu können. Bei der letzten Gemeinderatswahl 2014 traten die Grünen mit 10 Personen an, erreichten 12,4 Prozent der Stimmen und konnten 2 Sitze im Gemeinderat erringen. Neben allen bei der letzten Gemeinderatswahl 2014 angetretenen Kandidatinnen und Kandidaten werden auch 8 Personen erstmalig für die Reilinger Grünen antreten. Ein Drittel der Kandidatinnen und Kandidaten sind jünger als 30 Jahre.

Was alle Kandidatinnen und Kandidaten eint, ist der Wunsch nach mehr Natur- und Umweltschutz, dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, einer besseren Bürgerbeteiligung, Transparenz und Gerechtigkeit. In das demnächst veröffentlichte Wahlprogramm werden auch Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung einfließen.

1 – Carolin Hoffmann, 25 Jahre, Studentin 

2 – Jochen Rotter, 38, Krankenkassenbetriebswirt

3 – Anna-Lena Becker, 35, Selbständige

4 – Simon Schell, 40, Lehrer

5 – Lisa Lautenschläger, 25, Bachelor of Arts Erziehungswissenschaften

6 – Robin Ciuman, 20, Student 

7 – Janina Pöschel, 30, Erzieherin 

8 – Oliver Keim, 54, Systemanalytiker 

9 – Werner Borowski, 66, Werkzeugmachermeister

10 – Michael Hoffmann, 55, Maschinenbauingenieur 

11 – Alena Müller, 19, Regierungsinspektoranwärterin 

12 – Christopher Pöschel, 33, Bachelor of Arts Architektur

13 – Martin Hilken, 45, Diplom Wirtschaftsingenieur FH

14 – Heike Döhren, 53, Lehrerin

15 – Dieter Fillinger, 48, Kundenberater Vertrieb und Kundenbindung 

16 – Karin Özbilen, 51, Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

17 – Julian Hoffmann, 23, Student 

18 – Jens Pflüger, 24, Maler und Lackierer 

Vierter Grüner Kinoabend mit MdB Danyal Bayaz

Der vierte Grüne Kinoabend in Reilingen war trotz einsetzender Schneefälle gut besucht. Die Reilinger Grünen-Sprecherin Anna-Lena Becker begrüßte zu Beginn zahlreiche Gäste, darunter den Grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Danyal Bayaz.

Dieses Mal wurde der Dokumentarfilm „System Error“ gezeigt. Im Film von Florian Opik wurde der Frage nachgegangen, „wie endet der Kapitalismus?“. Obwohl wir schwindende Regenwälder und Gletscher sehen, um die Endlichkeit der Natur wissen, sind wir dennoch wie besessen vom Wirtschaftswachstum. Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann. Der Film „System Error“ sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt.

Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz beantwortete in der Anschlussdiskussion zahlreiche Fragen, hauptsächlich zur Wirtschaftspolitik.

 

MdB Danyal Bayaz und Grünen-Sprecherin Anna-Lena Becker

 

Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz

Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung der Reilinger Grünen fand im Gasthaus zum Löwen statt. Ortsverbandssprecherin Anna-Lena Becker berichtete den zahlreichen Mitgliedern über die Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr.

Im März nahm man an der Aktion Saubere Gemeinde teil. Im Mai wurde wieder die gemeinsame Radtour der Grünen aus Hockenheim, Reilingen, Alt- und Neulußheim, die Tour d’HoRAN durchgeführt. Besichtigt wurden die Museen der Verwaltungsgemeinschaft, darunter das Reilinger Heimatmuseum. Im August wurde im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde für 25 Kinder ein Nachmittag im Wald veranstaltet. Erstmals unter der Leitung von Heike Döhren. Bei der Aktion Stadtradeln nahmen die Reilinger Grünen mit einem eigenen Fahrrad-Team teil. Der 3. Grüne Kinoabend mit dem Film „The True Cost – der Preis der Mode“ wurde in Kooperation mit der Grünen Jugend durchgeführt. Eine Woche nach dem Kinoabend veranstaltete die Grüne Jugend eine Kleidertauschparty.

Zum Abschluss ihrer Rede freute sich Anna-Lena Becker auch über das Engagement weiterer Reilinger Grünen: Eva Ciuman nahm im Spätsommer an der großen Demonstration für Klimaschutz im Hambacher Forst teil, Carolin Hoffmann wurde zur Sprecherin der Grünen Jugend im Kreisverband Kurpfalz-Hardt gewählt.

Fraktionssprecher Jochen Rotter berichtete dann aus dem Gemeinderat. Die von der Grünen-Fraktion angeregte Einwohnerversammlung wurde gut besucht. Erfreut zeigte sich Rotter, dass ein weiterer grüner Haushaltsantrag, das Blockheizkraftwerk für die Fritz-Mannherz-Hallen und die Schillerschule, erfüllt wurde. Der Antrag der Grünen-Fraktion, zur Abfallvermeidung in der Grillhütte und im Rieglerhaus ein Einweggeschirr-Verbot durchzusetzen, fand keine Mehrheit.

Kassier Christopher Pöschel konnte solide Zahlen präsentieren. Kassenprüfer Werner Borowski bestätigte eine korrekte Kassenführung und stellte den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde einstimmig entlastet. Kreisrat Adolf Härdle war ebenfalls zu Gast. Er berichtete über die Aktivitäten der Grünen-Fraktion im Kreistag.

Bei den anschließenden Wahlen wurden unter der Wahlleitung von Simon Schell die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt:

Sprecherin – Anna-Lena Becker

Sprecher – Jochen Rotter

Kassier – Christopher Pöschel

Schriftführer – Oliver Keim

Kassenprüfer – Werner Borowski

Mit einem Ausblick auf das Jahr 2019 ging die Jahreshauptversammlung der Reilinger Grünen zu Ende.

Reilinger Grüne feiern 5 Jahre Ortsverband

Bereits fünf Jahre ist es schon her, als sich mit Anna-Lena Becker (geb. Großhans), Jochen Rotter, Simon Schell, Oliver Keim, Christopher Pöschel und anderen eine Gruppe an jungen und hochmotivierten Menschen zum Bündnis’90/Die Grünen-Ortsverband Reilingen zusammenschloss, mit einem gemeinsamen Ziel: Frischen Wind ins Rathaus zu bringen! Als Ziele des Ortsverbands wurden damals eine bessere Bürgerbeteiligung und Transparenz, Natur- und Umweltschutz sowie die Sicherung des Schulstandortes ausgegeben. 

Mit Erfolg: Bei der Gemeinderatswahl im Jahre 2014 konnten gleich zwei Mitglieder, Anna-Lena Becker und Jochen Rotter ins Rathaus einziehen. Und so treffen sich die Mitglieder und interessierte Bürger seitdem zu monatlichen Stammtischen. Zum 5-Jährigen Jubiläum wurde nun Bilanz gezogen:

Als Erfolge können die Grünen die Schließung der Radweglücke im Alten Rottweg, die mittlerweile eingeführte Transparenz bei Baumfällungen, der barrierefreie Zugang zur Mehrzweckhalle der Fritz-Mannherz-Hallen oder auch das Blockheizkraftwerk für die Fritz-Mannherz-Hallen und die Schiller-Schule verbuchen. Die Reilinger Grünen haben auch mehrere Anfragen an die Gemeindeverwaltung gestellt, u.a. zum Pestizideinsatz in der Gemeinde und zur Wasserqualität in den Reilinger Gewässern.

Seit der Gründung des Ortsverbandes werden regelmäßige Veranstaltungen zu Themen, die natürlich auch die Einwohner Reilingens betreffen, durchgeführt. Angefangen hat man 2013 mit einem Vortrag von Dr. Ute Kratzmeier von der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) zur Gemeinschaftsschule. Neben den regelmäßigen monatlichen öffentlichen Stammtischen, der jährlichen Teilnahme an der Ferienfreizeit und der Aktion „Saubere Gemeinde“ hat der Ortsverband der Grünen Reilingen mit dem „Grünen Kino“ 2017 eine neue Informations- und Austauschplattform etabliert: Dabei werden Dokumentarfilme zu aktuellen Themen gezeigt. Als Experten für die anschließende Diskussion konnten bisher unter anderem Biolandwirt Michael Hoffmann und Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann gewonnen werden. Auch die Abgeordneten Kreisrat Adolf Härdle, MdL Manfred Kern und MdB Dr. Danyal Bayaz sind regelmäßig in Reilingen zu Gast.

Der Ortsverband stellte nach dem Rückblick fest, dass bei so wichtigen Themen wie der Biotopvernetzung, dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, der Jugendbeteiligung und auch der Müllvermeidung noch einige Anstrengungen notwendig sind.

Mit einem Ausblick auf kommende Veranstaltungen ging der Grüne Jubiläums-Stammtisch zu Ende.

Reilinger Grüne bei Demo im Hambacher Forst dabei

50.000 Menschen demonstrierten am letzten Wochenende im Hambacher Forst. Die Demonstranten setzten sich friedlich für einen schnellen Kohleausstieg und gegen die Zerstörung des Waldes ein. Eva Ciuman von den Reilinger Grünen war mit dabei: „Diese große Zahl an Demonstranten ist schon beeindruckend. Ich freue mich, dass die Rodungen gestoppt wurden.“

Auch in Reilingen setzen sich die Reilinger Grünen für erneuerbare Energien ein. So sprachen sich die Grünen gegen Erdölbohrungen auf Reilinger Gemarkung aus. Außerdem fordern die Grünen seit Jahren, dass die Gemeinde Reilingen ihren Strom aus erneuerbaren Energien beziehen soll.

Ferienfreizeit bei den Grünen im Wald

Grünen-Sprecherin Anna-Lena Becker begrüßte 22 Kinder zwischen 7 und 14 Jahren bei der diesjährigen Kinderferienfreizeit. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen führte Heike Döhren mit den Kindern spannende Spiele im Wald durch. Außerdem wurden Waldmandalas erstellt. Dazu sammelten die Kinder Materialen im Wald und legten daraus ein Bild. Simon Schell und Oliver Keim veranstalteten ein Quiz, bei dem die Kinder Tiere zu erraten hatten. Die drei Stunden vergingen wie im Flug. Zum Abschluss gab es leckere Flammkuchen vom Wersauer Hof.

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Grüne für Ausbau der Mobilität in Reilingen

Grüner Stammtisch 050718Die Reilinger Grünen haben beim letzten Grünen Stammtisch über das Thema Mobilität gesprochen. Neben dem allgemeinen Wunsch nach persönlicher Mobilität gibt es auch Herausforderungen wie zum Beispiel einen eingeschränkten Busverkehr am Wochenende zu bewältigen. Die Reilinger Grünen loben die bisherigen Anstrengungen der Gemeinde, die jedoch nicht nachlassen sollten. Auf der Einwohnerversammlung wurde mitgeteilt, dass der Autoverkehr in Reilingen alleine in den letzten 5 Jahren um rund 10 bis 15 Prozent zugenommen hat.

Die Mobilität könnte mit folgenden Maßnahmen weiter verbessert werden:

1. Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen

Dass die Buslinie 719 seit rund zwei Jahren in Reilingen hält und von Pendlern gut angenommen wird, begrüßen die Grünen. Damit haben Reilinger Pendler die Möglichkeit, per Bus den Bahnhof Rot-Malsch (719) zu erreichen. Außerdem fährt die Buslinie 719 neben der seit Jahren etablierten Buslinie 717 den Bahnhof Neulußheim an.

Bei der nächsten Ausschreibung sollte Reilingen die Möglichkeit prüfen, die Buslinie 718 bis zum Bahnhof Wiesloch/Walldorf fahren zu lassen. Der Bus hält in der Walldorfer Innenstadt und fährt nur von montags bis freitags. Daher sollten auch Busverbindungen am Wochenende angeboten werden.

2. Radwege erhalten und ausbauen

Eine gute und sinnvolle Entscheidung war es, bei der Sanierung und Neugestaltung der Haydnallee einen Radweg zu schaffen. Die Lücke des Radweges am Alten Rottweg zu schließen, war ebenfalls sinnvoll und überfällig. Der Fröschau-Radweg wurde kürzlich eröffnet. Mit diesen Maßnahmen werden die Radweglücken in Reilingen weiter reduziert. Die Grünen begrüßen auch die Teilnahme der Gemeinde am „Stadtradeln“.

Der bereits bestehende Weg durch den Wald nach Kirrlach sollte saniert werden. Die Grünen haben dazu bereits 2015 einen Haushaltsantrag gestellt.

3. Car-Sharing-Station errichten

Gemeinsam mit den Nachbargemeinden könnten an den Bahnhöfen in Neulußheim und Hockenheim Carsharing-Stationen aufgebaut werden.
In Reilingen könnte ebenfalls eine Carsharing-Station entstehen. Diese würde eine wichtige
Ergänzung zu den Buslinien darstellen.

4. Umstieg auf Elektromobilität unterstützen

Im näheren Umkreis gibt es heute nur an den Autobahnraststätten öffentliche Elektroladestationen für Autos. Daher war es aus Sicht der Grünen-Fraktion klar, dass man den Antrag der CDU-Fraktion auf Errichtung einer Elektroladestation unterstützt. Das Land Baden-Württemberg möchte 2.000 Ladestationen im Land errichten. Die Gemeinde sollte sich daher mit dem Land entsprechend abstimmen, so dass auch Reilingen von einer möglichen Förderung profitieren kann.

Mit gutem Beispiel voran gehen könnte die Gemeinde und bei Neuanschaffungen E-Autos zulegen. Außerdem könnte die Gemeinde ein Elektroauto als E-Carsharing-Auto beisteuern.

Eine Zusammenarbeit mit Reilinger Firmen könnte bei der Elektromobiltät Sinn ergeben. So könnten in Kooperation Ladesäulen entstehen. Als Standort könnte beispielsweise das Achat-Hotel dienen. Dieses Modell wird in einigen Kommunen Baden-Württembergs bereits erfolgreich betrieben.

5. E-Bike-Ladestation bauen

E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Viele Radfahrer vergrößern ihre Reichweite mit E-Bikes, andere fahren überhaupt erst mit dem Fahrrad aufgrund des bequemen Elektroantriebs. Ähnlich wie beim Elektroauto ist auch bei den E-Bikes ein gut ausgebautes Netz von Ladestationen notwendig. Eine Ladestation für E-Bikes (z.B. am Rathaus) könnte die Nutzung von diesen unterstützen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Ladestation könnte z.B. in einem Fahrradständer mit integrierter Steckdose oder auch klassisch als Ladesäule entstehen.

6. VRNextbike

Schwetzingen, Hockenheim und St.Leon-Rot bieten den Fahrradverleih-Service VRNextbike bereits an. Reilingen könnte aus Sicht der Grünen diesen Service ebenfalls anbieten und eine sinnvolle Lücke zwischen den einzelnen Bahnhöfen der Nachbargemeinden schließen.

Die Reilinger Grünen kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Gemeinde Reilingen auf einem guten Weg ist, zukünftige Bedarfe jedoch weitere neue und innovative Lösungen erfordern.