Landtagskandidat Dr. Andre Baumann zu Besuch bei Bürgermeister Stefan Weisbrod

So läuft der🐰! Unser Landtagskandidat Dr. Andre Baumann war mit unserer Fraktionssprecherin Anna-Lena Becker und Ortsverbandssprecher Jochen Rotter bei Bürgermeister Stefan Weisbrod in unserer #Hasengemeinde. Gutes Gespräch zum Ausbau der Radwege, zu einem Sanierungsfall von PFOS im Boden und Grundwasser und und und. Wir haben über einen möglichen Rastplatz für LKW-Fahrer gesprochen, den Dr. Andre Baumann und die Reilinger Grünen wegen des Flächenverbrauchs grundsätzlich sehr kritisch sehen. Natürlich hat Dr. Andre Baumann auch für Erneuerbare Energien geworben…

v.l.n.r.: Jochen Rotter, Stefan Weisbrod, Andre Baumann, Anna-Lena Becker

„Es ist wichtig, dass die regionale tierschutzgerechte Tierhaltung eine gute Zukunft hat“

Dr. Andre Baumann, Landtagskandidat der Grünen, diskutiert mit Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbunds, über Möglichkeiten für mehr Tierschutz.

Wie kann es gelingen, dass „glückliche“ Hühner Eier legen und „glückliche“ Kühe Milch geben und dabei zugleich unsere heimischen Landwirtinnen und Landwirte bei höheren Tierschutzstandards zukunftsfähig wirtschaften? Darum ging es bei der Veranstaltung „Mehr Tierschutz – aber wie?“, zu der Dr. Andre Baumann, Landtagskandidat der Grünen sowie der Ortsverband der Reilinger Grünen, als prominenten Referenten Thomas Schröder nach Reilingen zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen hatte. Schröder ist Präsident des Deutschen Tierschutzbunds, des mitgliederstärksten deutschen Tierschutzverbands mit rund 800.000 Mitgliedern. Wegen der Corona-Pandemie haben Schröder und Baumann die Diskussionsveranstaltung statt im Wersauer Hof als gut besuchte Videokonferenz und Facebook-Watchparty abgehalten.

Kennengelernt hatten sich Baumann und Schröder bei den Verhandlungen über die Tierschutznutztierhaltungsverordnung der Bundesregierung im Mai und Juni 2020, die vom Bundesrat beschlossen werden musste, erläuterte Baumann. Streitpunkt beim Bundesratsverfahren war die Kastenstandshaltung bei der Sauenhaltung gewesen, nach der Sauen über viele Wochen im Jahr in engen Gitterkäfigen gehalten werden, sich nicht drehen und nicht ungestört ausstrecken können. „Ich bin Dir, lieber Andre, dankbar, dass Du als Verhandlungsführer der Grünen mit dafür gesorgt hast, dass wir zumindest im Deckzentrum aus der Kastenstandshaltung aussteigen. Das ist deutlich weniger als notwendig gewesen wäre, aber mehr war bei den Verhandlungen nicht drin“, sagte Schröder. „Wir Grüne wollten die Sau rauslassen. Wir wollten, dass Schweine mittelfristig nicht mehr in Kastenständen, sondern in Gruppen in ausreichend großen Ställen gehalten werden. Aber das war leider mit der CDU nicht zu machen. Und die SPD hat bei den Verhandlungen überhaupt keine Rolle gespielt“, ergänzte Baumann. Wichtig sei, dass ein Ende des Kastenstands eingeläutet wurde. „Nach der Bundestagswahl muss eine neue Bundesregierung und hoffentlich ohne Agrarministerin Klöckner, einen neuer Anlauf für eine Schweinehaltung gemacht werden. Und zwar vollständig ohne enge Kastenstände.“

Schröder stellte in einem Kurzreferat die Grundprobleme des Tierschutzes in der Landwirtschaft dar. Für viele Nutztiere gebe es bislang keine gesetzlich vorgeschriebenen Haltungsanforderungen. „Es gibt in Deutschland beispielsweise weder eine Haltungsverordnung für Puten noch eine für Rinder. Es gilt lediglich das Tierschutzgesetz. Die konventionelle Putenhaltung ist oft Qualzucht. Aber was Qualzucht ist und was nicht, das ist nirgendwo definiert“, sagte Schröder. Der Gesetzgeber müsse gesetzliche Standards schaffen. Hier tue sich die derzeitige Bundesregierung sehr schwer. Und es gebe auch Rückschritte. Die seinerzeit von Landwirtschaftsministerin Renate Künast auf den Weg gebrachte Verbot der Käfighaltung von Legehennen sei von ihrem Nachfolger, Horst Seehofer, wieder aufgeweicht worden. Noch schlimmer als fehlende und mangelhafte Gesetze sei, dass die vorhandenen Gesetze in sehr vielen Fällen nicht kontrolliert würden. „Es hapert beim Tierschutz am Verwaltungsvollzug.“ Dies konnte auch die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz der Grünen in Baden-Württemberg, Christina Eberle, bestätigen. Die Juristin aus Mannheim und ehemalige Staatsanwältin berichtete, dass in kaum einem anderen Rechtsgebiet der Vollzug so schlecht sei wie im Tierschutz. In der letzten Legislaturperiode habe darum der grüne Landwirtschaftsminister Alexander Bonde für deutliche Verbesserungen beim Tierschutz in Baden-Württemberg gesorgt. Dies könne man von seinem Nachfolger, Peter Hauk von der CDU, nicht behaupten.

Baumann sagte, dass die Grünen in Baden-Württemberg den Tierschutz in der nächsten Legislaturperiode stärken wollen. „Landwirtschaftliche Förderungen des Landes Baden-Württemberg sollten an ambitionierten Tierschutz geknüpft werden“, so Baumann. Für ihn ist wichtig, dass Landwirte, die vorbildlich Tierschutz betreiben, auch belohnt werden. „Wer mehr für die Gesellschaft und unsere Mitgeschöpfe leistet, muss auch finanziell davon profitieren“, sagte Baumann.

Er erinnerte daran, dass auch die Verbraucherinnen und Verbraucher eine Verantwortung für den Tierschutz hätten. Baumann und Schröder forderten gleichermaßen eine Pflicht zur Kennzeichnung der Haltung. Bislang setze Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nur auf eine freiwillige Haltungskennzeichnung. „Solange die Kennzeichnung nur freiwillig ist, ist dem Tierschutz-Dumping Tür und Tor geöffnet. Wir müssen vorbildlich wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte vor Billigfleisch schützen – durch eine Kennzeichnungspflicht“, so Baumann. Schröder setzte sich außerdem für eine Tierwohlprämie ein, wie sie die Borchert-Kommission vorgeschlagen hatte. Landwirtinnen und Landwirten, die ihre Tiere gut halten, wird eine Prämie gezahlt, so dass diese wirtschaftlich davon profitierten. Eine solche Prämie kann, so Schröder, durch eine Tierwohlabgabe auf tierische Produkte mitfinanziert werden. „Durch eine Tierwohlprämie wird Fleisch und Milch nicht wesentlich teurer. Niemand muss auf tierische Produkte verzichten. Für mich ist aber klar: Es gibt kein Recht auf Billigfleisch“, sagte Schröder. Baumann unterstützte die Überlegungen nach einer Tierwohlprämie. „Wir haben die Prüfung einer Tierwohlprämie in den Schweinehaltungskompromiss hineinverhandelt“, sagte Baumann und ergänzte: „Es ist wichtig, dass die regionale tierschutzgerechte Tierhaltung auch in Baden-Württemberg eine gute Zukunft hat.“

Dr. Andre Baumann in einem vorbildlichen Schweinestall – ganz ohne Kastenstand.

Dr. Andre Baumann in einem Schafstall.

„Der Schwetzinger Hardtwald ist ein Sorgenkind im Land“

Grünen-Landtagskandidat Dr. Andre Baumann diskutiert auf einer Radexkursion mit den Teilnehmern über die Auswirkungen des Klimawandels auf das wichtigste Erholungsgebiet der Region

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den Schwetzinger Hardtwald aus? Wie kann ein klimastabiler Wald aufgebaut werden? Wie kann der Artenreichtum erhalten und gefördert werden? Die Antworten auf diese wichtigen Fragen standen im Mittelpunkt der Radexkursion durch den Hardtwald, zu der die Grünen eingeladen hatten. Viele angemeldete Teilnehmer hatten wegen des Regenwetters kurzfristig abgesagt. Der grüne Landtagskandidat und Waldexperte Dr. Andre Baumann, der Leiter des Forstbezirks Schwetzinger Hardt von ForstBW, Bernd Schneble, und Revierleiter Achim Freund führten die Teilnehmer, darunter auch Reilinger Grüne, zusammen durch den Wald. Was das Ziel für die Zukunft ist, brachte Baumann gleich zu Beginn auf den Punkt: „Wir brauchen auch morgen einen gesunden Hardtwald.“

Im Zentrum der Exkursion standen das durch den Klimawandel verursachte Waldsterben und Strategien, wie ein klimastabiler, zukunftsfähiger Hardtwald aufgebaut werden kann. Auch die Ziele und die ersten Erfolge des noch neuen regionalen Waldschutzgebiets und Erholungswalds „Schwetzinger Hardt“ wurden vorgestellt. Im Waldschutzgebiet sollen das wichtigste Erholungsgebiet der Region und das einmalige und national bedeutsame Natur- und Kulturerbe der Dünenwälder geschützt und gefördert werden.

Die vergangenen drei Jahre mit heißen und trockenen Sommern habe vielen Wäldern im Land extrem zugesetzt, erklärt der promovierte Biologie Baumann. „Viel früher als erwartet schlägt der Klimawandel in unseren Wäldern zu.“ Waldexperten und Forstwissenschaftler stuften das beginnende Waldsterben der letzten Jahre als gravierender ein als das Waldsterben der 1980er, das durch den Sauren Regen verursacht worden war. Förster Schneble erkennt dieses Waldsterben auch im Schwetzinger Hardtwald sehr deutlich. Dies liege daran, dass die Region von Natur aus warm und niederschlagsarm und die sandigen Dünengebiete trocken seien.

„Seit 2018 sterben die prägenden Waldkiefern in manchen Beständen großflächig ab. Das haben wir so nicht erwartet“, sagte Schneble. Dies werde den durch Kiefern geprägten Wald deutlich verändern. Dass die Waldkiefern auf großer Fläche so geschwächt werden, liege weniger an den zurückgehenden Niederschlägen in den Sommermonaten. Kiefern können mit kargen und trockenen Böden gut umgehen. Die Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 Grad Celsius schwächen Waldkiefern so sehr, dass diese anfällig für parasitierende Kiefernmisteln und diverse Kiefernschädlinge werden und absterben. Schneble zeigte zahlreiche tote und sterbende Kiefern im Bannwald „Kartoffelacker“, der seit rund 50 Jahren nicht mehr forstlich bewirtschaftet wird. „Hier sehen wir: Nicht wir Förster, sondern der Klimawandel setzt unseren Wäldern zu.“ Er reagierte auf gelegentliche Anmerkungen von Naturschützern.

Auf einem nährstoffreichen Standort außerhalb der Sandflächen zeigte Schneble, dass hier Rotbuchen ebenfalls binnen weniger Jahre absterben. Neben der Kiefer werde auch die zweite Hauptbaumart des Hardtwaldes in den nächsten Jahren leiden und flächenhaft verschwinden. Baumann berichtete, dass nach den Klimamodellen der Forstlichen Lehr- und Versuchsanstalt FVA Freiburg zum Ende des Jahrhunderts selbst bei günstigen Klimaprognosen die Schwetzinger Hardt nicht mehr für Kiefern und Buchen geeignet sei. „Wenn wir den Klimawandel nicht in den Griff bekommen, dann herrscht bei uns in der Kurpfalz in achtzig Jahren ein Klima wie in Süditalien. Wie Wälder im Mittelmeergebiet aussehen, kennen wir von unseren Urlauben. Darum sind Klimaschutz und klimaangepasste Waldwirtschaft von prioritärer Bedeutung.“

Schneble erläuterte mögliche Strategien, wie ein Wald der Zukunft aufgebaut werden könne – unter der Annahme, dass das Zwei-Grad-Ziel eingehalten wird. „Wir werden weiterhin mit der Naturverjüngung arbeiten und nur ausnahmsweise Bäume säen oder pflanzen. Wir setzen auf heimische Baumarten wie Eichen oder Elsbeere. Aber wenn spontan Kiefern oder Buchen aufwachsen, sind diese herzlich willkommen.“ Baumann riet zur Offenheit bei der Diskussion, ob lediglich heimische Baumarten oder auch solche Arten aus wärmebegünstigten Regionen Europas eingebracht werden, die Deutschland von alleine erreichten, wenn der Klimawandel langsamer voranschritte. Nach der Eiszeit seien Baumarten zu uns eingewandert, aber im Laufe von Jahrhunderten. „Bei einer assisted migration wird Baumarten bei ihrer Arealverschiebung unter die Arme gegriffen.“

Der Aufbau eines klimastabilen, naturnahen Waldes sei personalaufwändig und teuer. Nach vielen Jahren, in denen das Land jährlich rund 25 bis 30 Millionen Euro aus dem Holzerlös und Flächenverkauf beim Finanzministerium abgegeben habe, sei wahrscheinlich vorbei. In der nächsten Dekade müsse bei der Erarbeitung und Umsetzung von Klimaschutzstrategien in einen klimastabilen und zukunftsfähigen Wald investiert und auch in den Personalbestand der Förstern investiert werden. „Der Schutz unserer Wälder wird eine gewaltige Kraftanstrengung und ist für mich von größter Bedeutung“, erklärt Baumann.

 

„Unser Hardtwald – eines der größten Waldschutzgebiete im Land“

„Das Klima ist in der Krise und auch unsere Natur ist in einer Krise“, sagt Baumann. „Das Artensterben und der Verlust vielfältiger Lebensräume haben dramatische Ausmaße angenommen.“ Deshalb sei es ein großer Erfolg, dass mit der Ausweisung der Schwetzinger Hardt als regionales Waldschutzgebiet im Jahr 2013 nach dem Nationalpark Schwarzwald größte Waldschutzgebiet der letzten Jahre (3.125 ha) ausgewiesen wurde.

Im Waldschutzgebiet werden Wälder naturnah bewirtschaftet werden. Und in den neu geschaffenen Schonwäldern (1.288 ha) des Waldschutzgebiets werden lichte, parkartige Dünenwälder mit Sandheideflächen und Sandmagerrasen erhalten und neu geschaffen, wie es sie über Jahrhunderte gab, erklärte Schneble. „Über Jahrhunderte haben Bauern aus den umliegenden Hardtwaldgemeinden Schweine, Ziegen, Rinder und Schweine im Wald geweidet. Ergebnis war eine parkartige Landschaft, in der einmalige und artenreiche Lebensräume entstanden sind.“

Diese Lebensräume gehören zum wertvollsten europäischen Naturerbe 2000 und sind streng geschützt. „Nur wir in der Kurpfalz können dieses europäische Naturerbe schützen“, sagte Baumann und dankt der Forstverwaltung, dass auf einem kleinen Teil der Dünen diese Lebensräume geschaffen werden. Baumann stellte das NABU-Naturschutzprojekt „Lebensader Oberrhein“ vor, dessen Antragsskizze er vor rund zehn Jahren als NABU-Landesvorsitzender erarbeitet und beim Bundesumweltministerium eingereicht hatte. Rund 2,5 Millionen Euro flossen nach Antragsbewilligung im Rahmen dieses Projekt in die Förderung der Artenvielfalt im nordbadischen Oberrheingraben mit einem Schwerpunkt im Schwetzinger Hardtwald und im Hirschackerwald.

Bei der Besichtigung der Düne „Saupferchbuckel“ bei Walldorf konnte der Erfolg der Naturschutzmaßnahmen bestaunt werden: Auf der trockenen Binnendüne haben sich innerhalb weniger Jahre nach den Naturschutzmaßnahmen des Projekts Lebensader Oberrhein großflächig artenreiche Sandmagerrasen mit Blauschillergras und Silbergras entwickelt. „Im Sommer summen tausende in Baden-Württemberg Wildbienen über den trockenen Sandrasen“, berichtete Revierleiter Freund begeistert. „Naturschutz funktioniert.“

Damit das regionale Waldschutzgebiet gut weitergeführt werden könnte, braucht die Forstdirektion Mitarbeiter für das Waldschutzgebiet, sagte Baumann. Für den Nationalpark Schwarzwald seien zurecht rund hundert Stellen eingerichtet worden, für unser Waldschutzgebiet keine einzige. „Die Forstverwaltung braucht Sach- und Personalmittel, um das regionale Waldschutzgebiet dauerhaft fördern zu können. Das ist gut für unsere Heimat und gut für Mensch und Natur. Dafür will und werde ich mich einsetzen.“

Andre Baumann diskutiert über die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Wald.

Danyal Bayaz war zu Gast bei den Reilinger Grünen

Die Reilinger Grünen begrüßten beim Grünen Stammtisch im Wersauer Hof den Bundestagsabgeordneten Dr. Danyal Bayaz. Bayaz war per Videochat zugeschaltet. 

Zunächst bedankte sich Dr. Danyal Bayaz für sein tolles Wahlergebnis bei der Nominierung für die Bundestagswahl. Er möchte auch weiterhin als Abgeordneter den Spargelwahlkreis in Berlin vertreten. Bayaz berichtete dann über die aktuellen Themen aus der Bundespolitik und aus dem Wahlkreis. 

Dabei ging es unter anderem um die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Bayaz, Mitglied im Finanzausschuss, bewertete das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Die Hilfen hätten insgesamt nachhaltiger und zukunftsorientierter gestaltet werden können. Eine halbjährige Mehrwertsteuersenkung von 3 Prozent erzeugt einen hohen Aufwand. Zur Lufthansa-Rettung sagte Bayaz: „Ich bin der Meinung, dass der Staat nicht der bessere Unternehmer ist. Die Lufthansa zu unterstützen, ist grundsätzlich richtig. Denn das Unternehmen ist nicht selbstverschuldet in die Krise gekommen. Es kann aber nicht sein, dass der Staat sich mit 9 Milliarden EURO beteiligt und dann sein Mitspracherecht nicht ausüben möchte. Ein schlechter Deal für den Steuerzahler. Wir hätten uns gewünscht, dass mit einer solchen Summe auch Innovationen ausgelöst werden und der Klimaschutz vorangebracht wird“.

Dr. Danyal Bayaz sprach auch über den Skandal um den Münchner Zahlungsdienstleister Wirecard. Laut Bayaz „ein beispielloser Vorgang und Versagen der Aufsichtsbehörden. Was wir hier erleben, ist ein System kollektiver Unverantwortlichkeit. Die Finanzaufsicht Bafin sollte künftig besser aufgestellt werden.“

Im zweiten Teil des Abends beantwortete Dr. Danyal Bayaz zahlreiche Fragen der anwesenden Gäste und Mitglieder der Reilinger Grünen. Auch hier waren die Themen breit gefächert. Unter anderem ging es dabei um Hilfen für Solo-Selbständige, den Klimawandel aber auch um Rassismus.

Zum Abschluss bedankten sich die beiden SprecherInnen der Reilinger Grünen, Anna-Lena Becker und Jochen Rotter bei Dr. Danyal Bayaz und den anwesenden Gästen für einen interessanten Abend mit vielen spannenden Gesprächen.

Grüne wählen Kandidaten

Die Nominierten: Dr. Danyal Bayaz, Bundestagskandidat für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, Monika Schroth, Zweitkandidatin, und Dr. André Baumann, Landtagskandidat für den Wahlkreis Schwetzingen (v.l.n.r.)

Dr. Danyal Bayaz erneut als Bundestagskandidat nominiert und Dr. André Baumann als grüner Landtagskandidat gewählt.

Seit vergangenem Dienstagabend steht fest: Dr. Danyal Bayaz ist der Kandidat der Grünen für die Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen (278). 

Bei der Nominierungsversammlung, die unter Corona-Bedingungen in der Ketscher Rheinhalle stattfand, nahmen auch einige Grüne Mitglieder aus Reilingen teil.

Dr. Danyal Bayaz, der 36-jährige Heidelberger, wurde von den 75 Wahlberechtigten mit 71 Stimmen gewählt. Bayaz, welcher der einzige Bewerber für das Bundestagsmandat war, vertritt den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen seit 2017 in Berlin. Er würde sich freuen, seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter weiterführen zu können. 

Dr. Danyal Bayaz bedankte sich bei den Mitgliedern für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Jahre. „Aber es gibt viel zu tun,“ so Bayaz „lasst uns gemeinsam für Klimaschutz, ein soziales Europa und eine offene Gesellschaft kämpfen.“

Für den Wahlkreis Schwetzingen (40) wurde Dr. André Baumann mit 52 von 69 gültigen Stimmen zum Landtagskandidaten gewählt. Baumann, der 47-jährige Bevollmächtigte des Landes beim Bund und in der Region bekannt durch seine Tätigkeit beim NABU, wird unterstützt von Monika Schroth aus Neulußheim. Schroth erhielt als Zweitkandidatin 56 Stimmen der wahlberechtigten Mitglieder.

Dem eindeutigen Votum für das Duo Baumann/ Schroth waren kämpferische Reden von André Baumann und seiner Gegenkandidatin Weihua Wang, der 26-jährige Schwetzingerin, vorausgegangen.

Bei der Landespolitik sei man „auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel“ sagte Baumann. „Ich möchte das Direktmandat im Wahlkreis holen und mit euch zusammen ein grandioses Ergebnis erzielen“, so Baumann, „Wir haben einen klaren Kompass für unsere Demokratie.“

Wie geht es Reilinger Grünen in der Coronakrise? Teil 8

Heute endet unsere Reihe. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!

Hallo, mein Name ist Martin Hilken. Ich bin Mitglied bei den Reilinger Grünen. Wie so viele andere von Euch arbeite auch ich derzeit im Homeoffice. Was in unserer Firma früher völlig unmöglich war, wurde mit Ausbruch der Coronakrise in kürzester Zeit realisiert und klappt überraschend gut. Was mir beweist, dass jede Herausforderung auch Chancen bietet. Das ist auch die größte Hoffnung, die ich in die Krise setze, denn wir sind in vielen Bereichen unseres Lebens zum Umdenken gezwungen worden und betrachten heute vieles anders als noch vor der Krise. Vielleicht hilft uns ja dieser neue Betrachtungswinkel bei der Lösung des ein oder anderen Problems in der Zukunft.

Ich freue mich, dass es derzeit immer mehr Lockerungen gibt und wir Stück für Stück wieder etwas mehr „Normalität“ zurück bekommen. Leider ist die Gefahr aber noch nicht gebannt. Also, bleibt vernünftig, damit wir alle gesund und weitestgehend unbeschadet durch die Krise kommen.

Martin Hilken

Wie geht es Reilinger Grünen in der Coronakrise? Teil 7

Kurz vor dem Start ins Wochenende gibt es Teil 7 unserer Reihe:

Hi! Ich bin Eva Ciuman, die Hoggemerin bei den Reilinger Grünen. Eher im Hintergrund tätig kümmere ich mich um die Gestaltung von Flyern, Plakaten usw. und unterstütze bei der Orga von Veranstaltungen, die ja jetzt leider erstmal alle ins Wasser fallen 😩. 

Für mich persönlich hat Corona ein bisschen mein Leben entschleunigt, da sämtliche Abendveranstaltungen nun erstmal ausgesetzt sind und ich durch’s Homeoffice täglich eine Stunde Pendelei spare. Was ich am meisten vermisse? Bouldern und Freunde treffen. Dafür gibt’s stattdessen Radfahren und Gartenarbeit. Ist ja auch ganz schön. 🤗 Bleibt gesund!

Eva Ciuman