Reilinger Grüne begrüßen die Einführung eines Jugendgemeinderats

Die Gemeinderatsfraktion Bündnis’90/Die Grünen hat das Vorhaben unterstützt und im Gemeinderat für die Einführung eines Jugendgemeinderats gestimmt. Eine aktive Jugendbeteiligung ist aus Sicht der Reilinger Grünen sehr wichtig. Nicht nur die Jugendlichen hätten etwas von einer besseren Jugendbeteiligung. Auch die Gemeinde kann von den Ideen und Anregungen der Jugendlichen profitieren, da Fehlinvestitionen besser vermeidbar wären und eine stärkere Nutzung, z.B. von Freizeitmöglichkeiten gegeben wäre.

Aus diesem Grund wurde bereits im Jahr 2016 ein Haushaltsantrag zur Einführung einer Jugendbeteiligung gestellt. Auch in den Gemeinderatswahlprogrammen 2014 und 2019 haben sich die Grünen für eine bessere Jugendbeteiligung ausgesprochen. Die Wahl zum Jugendgemeinderat soll voraussichtlich am 07.05.2022 stattfinden.

Elektromobilität ist die Zukunft, aber was passiert mit den gebrauchten Batterien?

Dr. Andre Baumann, Landtagsabgeordneter der Grünen, und Tayfun Tok, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, informierten sich bei Besuch des Startup DellCon über Entsorgung und Recycling von Lithium-Ionen-Batterien

Der Wandel der Automobilindustrie von Verbrennern zu batteriebetriebenen Autos ist in Zeiten der Klimakrise ein wichtiges Thema. Doch was passiert mit den gebrauchten Batterien, wenn sie für ein E-Auto nicht mehr nutzbar sind? Diese Frage stellte sich Markus Dellori schon vor einigen Jahren und gründete zusammen mit seiner Frau Nicole Jung-Dellori die Firma DellCon. Auf Einladung des Ehepaares besuchte Dr. Andre Baumann, Landtagsabgeordneter der Grünen, zusammen mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der Grünen Landtagsfraktion Tayfun Tok den Produktionsstandort in Reilingen.

Die Firma mit Verwaltungssitz in Hockenheim befasst sich mit dem Transport von gebrauchten sowie kritisch-defekten Lithium-Ionen-Batterien und einer möglichen Weiterverwertung in das sogenannte „Second Life“. „Es war ein großer Aufwand, bis die Firma das alles tun konnte: Viele Fortbildungen und Zertifizierungen, Qualitätsmanagement und Brandschutzkonzepte waren neben den Finanzfragen notwendig“, berichtete Jung-Dellori von den Anfängen in der Gründung. Doch die Mühe habe sich gelohnt. Das Startup DellCon habe ein Alleinstellungsmerkmal: Kein anderes Unternehmen habe in seinem Dienstleistungsportfolio sowohl den ADR-konformen Transport inklusive Verpackungsservice als auch die Demontage (Dismantling) zur Vorbereitung für das Recycling. Hinzu kommt die Befundung der Module als Grundlage für das Second-Life von Lithium-Ionen-Batterien aus der E-Mobilität. „Ich bin sehr stolz, dass es in meinem Wahlkreis ein solch innovatives Unternehmen gibt“, freute sich Baumann.

Tok interessierte sich dafür, wie die beiden Geschäftsführenden dazu gekommen sind, ein eigenes Unternehmen in dieser Sparte zu gründen. Dellori führte seine Antwort auf die Ausgangslage der Elektromobilität zurück: „Ich habe mir die Frage gestellt, was machen wir eigentlich mit den ganzen Batterien, wenn sie in den Autos nicht mehr benutzt werden können?“ Die Rechercheergebnisse führten zu dem Schluss: „Es werden Probleme auf uns zukommen.“

Elektroautos haben eine höhere Lebensspanne, als die darin enthaltenen Batterien. Diese müssen nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden, da sie nicht mehr die benötigte Leistung bringen. Die Batterien sind oftmals jedoch noch nicht am Ende ihres Lebens, sondern können noch jahrelang andere Aufgaben übernehmen.

Im Gegensatz zu normalen Autoersatzteilen, handelt es sich bei Batterien allerdings um Abfall mit Gefahrenpotential. „Der Umgang mit diesen Hochvoltsystemen erfordert eine eigene Qualifizierung. Wir kommen zum Einsatz, wenn die Batterie ausgebaut ist“, erklärte Dellori. Seine Frau ergänzte: „Die gebrauchten Batterien müssen zu einem dafür ausgelegten Entsorgungsbetrieb gebracht werden. Bei den etablierten deutschen Recyclingunternehmen ist die vorhandene Kapazität nicht groß genug, um die zu erwartenden Mengen aufzunehmen.“ Ähnlich sehe es auch in deutschen Nachbarländern aus. „Wir bauen die Systeme auseinander – auf Modulebene, wenn von den Kunden gewünscht auch auf Zellebene. Das spart auch für den anschließenden Entsorgungsweg inklusive Transport durch die Gewichtsreduktion von bis zu 30 Prozent Kosten ein. Das ist ökonomisch und ebenfalls besser fürs Klima“, führte Jung-Dellori aus. Darüber hinaus „fällt bei der Demontage einer Batterie ganz wenig Abfall an“, so Dellori.

Die Arbeitsfelder bei DellCon sind neben dem Transport und der Demontage der Batterien auch die Befundung. Dies ist ein wichtiger Schritt, um zur Entscheidung zu kommen, ob ein Modul in die Recyclinganlage verbracht werden muss oder ob es sich noch für das Second-Life eignet. „Neue Batterien entstehen dann durch andere Firmen, unsere Partner“, erklärte Jung-Dellori den Prozess. Auch die Verpackung und die Gefährdungsbeurteilung übernimmt DellCon. Markus Dellori ist sich sicher: „Batterien werden immer sicherer“.

Bei den gebrauchten Batterien, die bei DellCon bearbeitet werden, ist ein Teil wiederverwendbar, während ein anderer Teil sich nicht mehr für die Wiederverwendung eignet. Oftmals ist bei den gebrauchten Batterien jedoch nur die Kapazität geringer geworden. „Diese Batterien können dann zwar nicht mehr in einem Auto verwendet werden, dafür jedoch beispielsweise für Energiespeicher genutzt werden“, erklärte Dellori. Weitere Verwendungsarten im Second Life sind beispielsweise stationäre Anlagen in Produktionsfirmen, Bushaltestellen, Heimspeicher oder Windkraft-Zwischenspeicher. „Man kann sich nicht vorstellen, an wie vielen Stellen solche Batterien tatsächlich gebraucht werden“, stellte Jung-Dellori fest.

Die abmontierten Bestandteile wie Aluminium, Kupfer und Eisen oder auch Sicherungen und Schalter, können als Rohstoffe ebenfalls weiterverwendet werden. Dadurch kann die Wertschöpfungskette optimiert werden. „Der Umgang mit begrenzten und insbesondere kritischen Rohstoffen ist prioritär für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und auch für den Umweltschutz. Darum setzt die Landesregierung eine Rohstoffeffizienzstrategie um“, sagte Dr. Andre Baumann, der als Staatssekretär diese mit vorantreibt. „Dadurch können wir uns von anderen Ländern, auch von autoritären Staaten, in der Rohstoffbeschaffung unabhängiger machen“, ergänzte Tok. „Dass die Akkus weiter genutzt oder in den Kreislauf zurückgeführt werden, ist absolut im Sinne der Ressourceneffizienzstrategie und des Urban Minings,“ stellte Baumann fest, „wir brauchen in Zukunft an vielen Stellen Energiespeicher, um erneuerbare Energien zwischenzuspeichern, für eine bessere Netzstabilität oder als Quartiersspeicher“, erläuterte Baumann die Einsatzmöglichkeiten von gebrauchten Akkus.

Tok berichtete von mehreren Projekten und Kampagnen des Wirtschaftsministeriums wie StartupBW zur Förderung und Vernetzung von Startups und deren Unterstützern. „Informieren Sie sich gerne mal beim Wirtschaftsministerium. Wir haben einige unterstützende Angebote für Startup-Unternehmen. Auch beim Strategiedialog Automobilwirtschaft des Staatsministeriums mache ich mich dafür stark, dass insbesondere junge Unternehmen miteinbezogen werden. So wird beispielsweise gerade ein Netzwerk über eine Internetplattform aufgebaut, eine Art Wikipedia unter anderem für die Akkuindustrie. Damit ein Markt entsteht, denn sonst bleiben die Pioniere ohne Infos auf der Strecke“, so Tok.

Das mittelständische Unternehmen beschäftigt 18 Mitarbeitende. Auf die Frage nach der Personalgewinnung stellte Dellori fest: „Bisher ist viel über persönliche Kontakte zustande gekommen und wir konnten alle Stellen besetzen. Der Fachkräftemangel ist aber auch bei uns zu spüren.“ Weil im Umgang mit Hochvoltsystemen eine eigene Qualifizierung erforderlich ist, werden Personen mit elektrotechnischer Ausbildung oder im Bereich Gefahrgut gesucht. Jung-Dellori ergänzte: „Besonders Fortbildungen sind immer berufsspezifisch und darum passen die nicht zu unseren Bedürfnissen oder wir können nicht daran teilnehmen, weil die Zielgruppe eine andere ist. Da es kein anderes Unternehmen in Deutschland wie uns gibt, müssen Fortbildungen also von uns selbst organisiert werden.“ Eine große Chance bei der Fachkräftegewinnung sehen die beiden Geschäftsführenden auch in der Zuwanderung.  „Es freut mich zu hören, dass Sie gerne einen Beitrag zur Integration leisten wollen, indem Sie Geflüchtete, die in ihrem Heimatland beispielsweise eine Elektroausbildung gemacht haben, eine Chance bei Ihnen geben“, freute sich Tok.

Mit Blick in die Zukunft erzählte Markus Dellori, dass statt rund 600 Systeme, die in den letzten beiden Jahren bei DellCon jährlich bearbeitet wurden, nun auf 350 Systeme monatlich erhöht werden sollen. „Wir wollen langsam weiter wachsen“, ergänzte Jung-Dellori. „Ich wurde schon oft angesprochen, was mit Batterien nach der Verwendung in einem Auto passiert. Nun kann ich eine konkrete Adresse nennen. Sie bei DellCon sind eine Lösung für emissionsfreie Automobilität“, stellte Tok am Ende des Besuchs fest. „Wir brennen für das Thema und stecken da unsere Leidenschaft rein“, freuen sich Nicole Jung-Dellori und ihr Mann Markus Dellori über das Kompliment. Baumann ergänzte, „Ich finde es toll und auch sehr wichtig, dass es Unternehmen wie Ihres gibt, die an unsere Zukunft denken und neben der Wiederverwendung von Lithium-Ionen-Batterien auch Wertstoffe wieder verfügbar machen.“

 

Bild: (v.l.n.r.) Tayfun Tok, Markus Dellori, Dr. Andre Baumann, Nicole Jung-Dellori

Danke

Vielen Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die uns in Reilingen gewählt haben. Wir freuen uns über das beste Ergebnis für Bündnis’90/Die Grünen bei einer Bundestagswahl in Reilingen und sind aber natürlich nicht zufrieden. Wir konnten das Ergebnis der Erststimmen von 2017 8,33 % (365 Stimmen) auf 2021 14,16 % (643 Stimmen) steigern. Bei den Zweitstimmen haben wir in Reilingen 2021 13,7 % (2017: 10,4 %) erreicht.

Infostand zur Bundestagswahl

Die Reilinger Grünen haben zusammen mit Bundestagskandidatin Nicole Heger einen Infostand zur Bundestagswahl durchgeführt. Dieser fand in der Hauptstraße 101 („Europaplatz“ neben dem Rewe-Parkplatz) statt. Zahlreiche Interessierte wollten die Kandidatin Nicole Heger persönlich kennenlernen und hatten Fragen zur Bundestagswahl. Diese beantwortete Nicole Heger gerne.

Jahreshauptversammlung der Reilinger Grünen / Große Freude über erfolgreiche Landtagswahl / Rekordmitgliederzahl

Die Jahreshauptversammlung der Reilinger Grünen fand im Wersauer Hof in Reilingen statt. Ortsverbandssprecher Jochen Rotter begrüßte die Anwesenden und berichtete den zahlreichen Mitgliedern des Ortsverbandes über die Aktivitäten des Ortsverbandes in den letzten anderthalb Jahren.

Erfreuliches konnte Jochen Rotter zur Landtagswahl im März berichten. In Reilingen wählten 28,8 Prozent Bündnis’90/Die Grünen. Das beste Ergebnis bei einer Wahl in Reilingen überhaupt. Dazu spürt man auch in Reilingen Aufwind in Form von wachsenden Mitgliederzahlen. „Wir haben die höchste Mitgliederzahl seit Gründung des Ortsverbandes vor acht Jahren“ so Jochen Rotter. 

Die letzten anderthalb Jahren waren von einem Mix aus Präsenzveranstaltungen und virtuellen Treffen geprägt. Bei der Aktion Saubere Gemeinde waren einige Helferinnen und Helfer aktiv und sammelten Müll ein. Jeweils 15 bis 16 Aktive waren bei den Stadtradel-Aktionen 2020 und 2021 fleißig. 2020 wurden 2.800 km (412 kg CO2-Einsparung) und 2021 1.906 km (280 kg CO2-Einsparung) geradelt. Landtagsabgeordneter Dr. Andre Baumann war mehrfach zu Gast. Zuletzt bei einem Vor-Ort-Termin am Reilinger See, wo es u.a. um den Zustand des Sees ging.

Den Bericht aus dem Gemeinderat übernahm Fraktionssprecherin Lisa Dorn. Sie ist seit Dezember 2020 Fraktionssprecherin, da die bisherige Fraktionssprecherin Anna-Lena Becker aus dem Gemeinderat ausgeschieden ist. Stellvertretender Fraktionssprecher ist Simon Schell. Die Gemeinderatsfraktion wird von Carolin Hoffmann komplettiert. 

Lisa Dorn berichtete über die angespannte Haushaltslage. Erfreut zeigte sich Lisa Dorn über das zunehmende Engagement von Jugendlichen in Reilingen. Dieses gilt es weiterhin zu unterstützen. Lisa Dorn kam auch auf den von den Reilinger Grünen zur Bürgermeisterwahl gedrehten Film zu sprechen. Darin richteten die Reilinger Grünen mehrere Forderungen an Bürgermeister Weisbrod zu den aus Sicht der Grünen wichtigen Themen wie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs oder den Natur- und Umweltschutz. Zum Abschluss ihrer Rede bedankte sich Lisa Dorn im Namen der Reilinger Grünen mit einem Präsent bei Anna-Lena Becker für Ihr jahrelanges Engagement in der Gemeinderatsfraktion. 

Jochen Rotter berichtete dann in Abwesenheit des Kassiers Christopher Pöschel über die wieder einmal soliden Zahlen des Ortsverbands. Kassenprüferin Lisa Dorn bestätigte eine korrekte Kassenführung und stellte den Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft. Diese wurde einstimmig entlastet.

Bei den anschließenden Neuwahlen wurden unter der Wahlleitung von Simon Schell die bisherigen Vorstandsmitglieder Anna-Lena Becker (Ortsverbandssprecherin), Jochen Rotter (Ortsverbandssprecher) und Oliver Keim (Schriftführer) in ihren Ämtern für weitere zwei Jahre bestätigt. Als neuer Kassier wurde Robin Ciuman gewählt. Ortsverbandssprecher Jochen Rotter dankte dem bisherigen Kassier Christopher Pöschel für seine jahrelange gute und zuverlässige Tätigkeit als Kassier. Die bisherigen Kassenprüfer Lisa Dorn und Werner Borowski wurden ebenfalls für zwei weitere Jahre gewählt.

Mit einem Ausblick auf die Bundestagswahl und dem Wunsch, Präsenztreffen weiterhin durchführen zu können, ging die Jahreshauptversammlung zu Ende.

v.l.n.r.: Oliver Keim, Anna-Lena Becker, Jochen Rotter, Robin Ciuman

Kinderferienprogramm bei den Grünen

Zu dem Motto „Wir entdecken und erleben spielerisch unsere Umwelt“ durften die Reilinger Grünen am vergangenen Donnerstag 15 Kinder von 7 bis 10 Jahre auf dem Wersauer Hof begrüßen. Nach einer Vorstellungsrunde machten sich die Teilnehmenden auf den Weg vom Wersauer Hof zur Schlossmühle und von dort zum nahegelegenen Wald. Im Gepäck erfrischende Getränke und frisches Obst.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen wurde häufiger der Schatten der Bäume gesucht und Trinkpausen eingelegt. Dazwischen gab es immer wieder unterhaltsame Spiele.

Zum Ausklang wurden wunderschöne kreative Waldmandalas gelegt, bevor ein kurzweiliger Nachmittag seinen Abschluss im Wersauer Hof fand.

 

 

Gemeinsam den Wahlkreis gestalten

Dr. Andre Baumann und sein Team haben das Ohr nah an den Bürgerinnen und Bürgern – „Veränderungen erreichen wir nur im gemeinsamen Dialog“.

„Schön, dass endlich alle da sind“, freut sich Dr. Andre Baumann, der grüne Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Schwetzingen. Denn seit dem 1. August ist sein Team komplett, um ihn bei allen seinen Aufgaben zu unterstützen. „Bei der Themenfülle ist es wichtig, kompetente und engagierte Menschen an seiner Seite zu haben“, berichtet der passionierte Klimaschützer, der für seine Amtszeit drei erfahrene und engagierte Personen eingestellt hat.

Larissa Rotter ist Stadträtin in Hockenheim. 2014 zog sie als jüngste direkt gewählte Kandidatin in das Stadtparlament ein und ist durch ihre Erfahrung bestens in der Rennstadt und den umliegenden Gemeinden vernetzt. Soziale Themen sind ihr besonders wichtig, aber ihr Herz schlägt auch für den Umweltschutz und hier insbesondere für den Hockenheimer Stadtwald. Gemeinsam arbeitet sie mit Patrick Alberti im Wahlkreisbüro in Schwetzingen. Alberti sitzt auf der anderen Seite des Hardtwalds für die Grünen in Oftersheim im Gemeinderat und ist Mitglied im Vorstand des Grünen Kreisverbands Kurpfalz-Hardt. Bis Ende Juli hat sich Alberti für die Belange von Menschen mit Behinderungen im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis eingesetzt. Nun übernimmt er die Leitung des Wahlkreisbüros.

Reichlich Erfahrung in der politischen Arbeit bringt auch Lars Maximilian Schweizer mit, der für das Stuttgarter Landtagsbüro zuständig ist. Er studierte Geschichts- und Rechtswissenschaften in Tübingen und arbeitet bereits seit zwei Jahren in der Grünen Landtagsfraktion. Zuletzt im Büro der jetzigen Umweltministerin Thekla Walker MdL. Dadurch ist er in Baden-Württemberg und in der grünen Landtagsfraktion gut vernetzt.

„Ich werde mich mit meinem Team in den nächsten fünf Jahren für einen starken Natur- und Klimaschutz einsetzen“, verspricht Baumann. Aber auch soziale Themen, etwa bezahlbarer Wohnraum und sozialer Zusammenhalt stehen auf der Agenda. „Ich möchte stets für die verschiedensten Anliegen im Wahlkreis ein offenes Ohr haben. Mit einem guten Team an meiner Seite können wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und mit vielen andern Akteurinnen und Akteuren vor Ort viel erreichen“, berichtet Baumann. „Denn viele Dinge erreichen wir nur im gemeinsamen Dialog“.

Dr. Andre Baumann und seine Mitarbeitenden erreichen Sie per E-Mail unter andre.baumann@gruene.landtag-bw.de

Das Wahlkreisbüro im Grünen Büro in Schwetzingen erreichen Sie montags bis freitags von 9.30 bis 12.30 Uhr und dienstags und donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr telefonisch unter der Telefonnummer 06202 4094 785.

Das Büroteam vor dem Grünen Büro in Schwetzingen (v.l.n.r.): Larissa Rotter, Dr. Andre Baumann, Lars Maximilian Schweizer (zugeschaltet aus Stuttgart) und Patrick Alberti.

Bundestagskandidatin Nicole Heger besucht den Wersauer Hof

Besuch auf dem Biolandhof bei Familie Hoffmann
Bei einem Rundgang konnten wir uns einen Überblick über die unterschiedlichen Arbeitsbereiche verschaffen:
💚 Pferdehaltung im Aktivstall mit professioneller Betreuung
💚 Gästezimmer und Gastronomie
💚 BIO- Hofladen
💚 Mutterkuhhaltung und angegliederte Mast
Eine Bio-Zertifizierung verlangt einen hohen Standard, der permanent dokumentiert werden muss und auch überprüft wird.
Gerne würde Familie Hoffmann mehr Land auch zur Futtermittelerzeugung pachten, aber das ist nicht ohne Probleme möglich. Pachtland in der Umgebung ist schwierig zu bekommen.
Als Jäger wünschen sie sich auch längere Schießübungszeiten in der Schiessanlage in Philippsburg für alle Jäger, damit alle Jäger auch genug üben und Schüsse gut setzen bei der Jagd.
Im Hofladen werden überwiegend Waren aus eigenem Anbau und aus Kooperationen mit anderen Bio-Landwirten verkauft.
Mit viel Liebe hat Familie Hoffmann den Hof renoviert und auch Gästezimmer in den historischen Gebäuden geschaffen, leckeres Essen gibt es im Hofrestaurant.
Herzlichen Dank für die Führung durch den Wersauer Hof und den Einblick in den Alltag auf dem Bioland-Hof.

 

Landtagsabgeordneter Dr. Andre Baumann besucht den Reilinger See

Der Bündnis’90/Die Grünen-Landtagsabgeordnete und Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann machte sich vor Ort ein Bild vom Reilinger See. Gemeinsam mit Oliver Bender und Dominik Mattern vom Angelsportverein sowie Gemeinderat Simon Schell und Ortsverbandssprecher Jochen Rotter wurde über den Natur- und Umweltschutz rund um den Reilinger See gesprochen. 

Dr. Andre Baumann und den anwesenden Reilinger Grünen war schnell klar: Der Angelsportverein Reilingen kümmert sich hervorragend um die Gewässer in Reilingen. Lebensräume im und am Reilinger See und am Kraichbach werden gefördert. 

Gemeinsam wurde über Revitalisierung von Gewässern und der Schaffung von Flachwasserzonen gesprochen. Auch die EU-Wasserrahmenrichtlinie oder das Monsterloch in Altlußheim waren Gesprächsthemen.

Eine aktuelle Herausforderung ist die rasante Ausbreitung des Marmorkrebses im Reilinger See. Diese Ausbreitung kann massive Folgen für die heimische Flora und Fauna bedeuten.

Auch über die leider notwendige Fällung der Hypridpappeln wurde gesprochen. Immerhin wurde das aus den Baumfällungen entstandene Totholz zum Teil vor Ort gelassen. Das Totholz bietet wichtigen Lebensraum für Tiere, wie z.B. für den Körnerbock.

Zum Abschluss zeigte Werner Borowski, der sich seit Jahren für Nistkästen Reilingen engagiert, verschiedene Nistkästen, die entlang des Reilinger Sees aufgehängt wurden. Diese sind zum Teil sehr unterschiedlich gebaut, da sie von verschiedenen Vogelarten genutzt werden.

v.l.n.r.: Simon Schell (Gemeinderat), Oliver Bender (Angelsportverein), Dominik Mattern (Angelsportverein), Dr. Andre Baumann (Landtagsabgeordneter)

Erstes Präsenztreffen seit neun Monaten / Bundestagskandidatin Nicole Heger zu Gast / Transparenz bei Baumfällungen

Das erste grüne Präsenztreffen seit neun Monaten fand im Gasthaus zum Löwen statt. Ortsverbandssprecher Jochen Rotter konnte beim öffentlichen Grünen Stammtisch neben zahlreichen Mitgliedern der Reilinger Grünen auch die Bundestagskandidatin Nicole Heger begrüßen.

Nicole Heger und Simon Schell berichteten von der interessanten Wildkräuterwanderung bei Kraichgaukorn-Bauer Jürgen Schell. Beide zeigten sich erfreut über den Ansatz, beim Getreideanbau konsequent auf chemischen Pflanzenschutz und gentechnisch veränderte Pflanzen zu verzichten. Ein Schritt zu mehr Umweltschutz und Artenvielfalt.

Die Aktion Stadtradeln 2021 nahmen die Anwesenden zum Anlass, um über Radwege zu sprechen. Auf Anregung der Reilinger Grünen wurde 2014 die Radweglücke im Alten Rottweg geschlossen. Seit Jahren setzen sich die Reilinger Grünen für die Sanierung des Radweges im Wald zwischen Reilingen und Kirrlach ein. Beim Stadradeln 2021 radelten die 15 Radlerinnen und Radler des offenen Teams „Reilinger Grüne & Friends“ 1.906 km, umgerechnet 280 kg CO2.

Leidenschaftlich wurde über Baumfällungen gesprochen. Der Götterbaum am Rathaus steht aktuell zur Diskussion. Ob dieser gefällt werden muss oder nicht, steht aktuell nicht fest. Die Reilinger Grünen begrüßen das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Grundsätzlich sind Baumfällungen zu vermeiden. Falls diese doch aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig sein sollten, sind Ersatzpflanzungen zwingend notwendig. Auch könnte Totholz aus Baumfällungen wichtigen Lebensraum für Tiere bieten. So bieten zum Beispiel am Reilinger See einige der gefällten Hypridpappeln Lebensraum für den Körnerbock.

Ortsverbandssprecher Jochen Rotter wies darauf hin, dass die Gemeinde Reilingen seit 2017 auf Antrag der Grünen-Gemeinderatsfraktion geplante Baumfällungen im Vorfeld anzukündigen hat. Damals wurde auch darum gebeten, dass die unmittelbare Nachbarschaft mit Handzettel über die geplanten Baumfällungen informiert wird.

In der Hoffnung, dass auch weiterhin Präsenztreffen möglich bleiben, endete der Grüne Stammtisch.