Danke

Wir bedanken uns für ein sensationelles Ergebnis bei der Gemeinderatswahl in Reilingen: 18,8 Prozent (2014: 12,4 Prozent). Mit unserem besten Ergebnis haben wir im Gemeinderat 3 Sitze erzielt. Vielen Dank an alle Wählerinnen und Wähler.

Die Kandidierenden der Reilinger Grünen für die Gemeinderatswahl 2019.

 

Die neue Grüne Gemeinderatsfraktion.

6. Tour de HoRAN

Die diesjährige gemeinsame Radtour der Grünen aus Hockenheim, Reilingen, Alt- und Neulußheim führte dieses Mal zur Salierbrücke nach Speyer. Dort traf man sich mit den Speyrer Grünen. Es fand ein reger Informationsaustausch zum Thema Sanierung der Salierbrücke statt. Die Speyrer und HoRAN-Grünen waren sich einig, dass die Sanierung ohne Verzögerung durchgeführt werden muss, da die Salierbrücke DIE Verbindung für Speyer und HoRAN darstellt.

 

Wo kommt unser Trinkwasser her?

Unsere Tour ins Wasserwerk in Reilingen. Es bedient die HoRAN-Gemeinden. Grund genüg für die Grünen im HoRAN mal einen Blick in das alltägliche Leben des Wassermeisters zu werfen. Das Wasser ist unser wichtigstes Gut. Gut also dass immer jemand vor Ort ist und alles überprüft, sauber hält und kontrolliert.


Reilinger Grüne treten mit jüngster Liste an / Jugendbeteiligung wichtig

Die Reilinger Grünen treten bei der Gemeinderatswahl mit der jüngsten Liste in Reilingen an. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Reilinger Grünen haben ein Durchschnittsalter von 38 Jahren. Ein Drittel der Kandidatinnen und Kandidaten ist unter 30 Jahre.

Auf Listenplatz 1 kandidiert die 25jährige Sprecherin der Grünen Jugend, Carolin Hoffmann. Die auf den Listenplätzen 2 und 3 kandidierenden Gemeinderäte der Grünen, Jochen Rotter (38 Jahre) und Anna-Lena Becker (35 Jahre) stellen die jüngste Gemeinderatsfraktion in Reilingen. Die beiden weiteren Mitglieder des Spitzenteams, der stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Bau- und Fördervereins, Simon Schell (40 Jahre) und die langjährige CVJM-Vorsitzende Lisa Lautenschläger (25 Jahre) liegen ebenfalls unter dem Durchschnittsalter der anderen Listen.

Nicht erst seit der Fridaysforfuture Bewegung ist den Grünen die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen wichtig und sie tun auch was dafür. Die Reilinger Jugendlichen-Umfrage erbrachte leider aus unterschiedlichen Gründen nicht die erhofften Impulse. Die Reilinger Grünen begrüßen es sehr, dass die Gemeinde nicht still steht, sondern versucht, die Reilinger Jugendlichen stetig zur Beteiligung zu motivieren. Ein Dialog zwischen den Jugendlichen und dem Gemeinderat muss dauerhaft eine wichtige Rolle spielen. Daher plädieren die Reilinger Grünen für die Einführung einer Jugendsprechstunde im Rathaus, damit Jugendliche sich nicht nur einmal im Jahr zu Wort melden können.

Ein neuer Versuch stellt die Suche eines Jugendplatzes dar. Die Reilinger Grünen werden auch diese Suche tatkräftig unterstützen, da der letzte Jugendtreff-Ort leider zu viele Kompromisse vereinbaren musste.

Aus Sicht der Grünen war es richtig, die Schulsozialarbeit auszubauen. Leider wurde im gleichen Atemzug die offene Jugendarbeit reduziert. Im Februar teilte die Schulsozialarbeiterin in der Gemeinderatssitzung mit, dass es auch wichtig wäre, die offene Jugendarbeit zu stärken. Die Reilinger Grünen finden, man sollte auf die Ratschläge der Experten hören und die offene Jugendarbeit ausbauen.

Reilinger Grüne stellen Wahlprogramm vor


stehend v.l.nr. Janina Pöschel, Heike Döhren, Karin Özbilen, Carolin Hoffmann, Werner Borowski, Simon Schell, Lisa Lautenschläger, Anna-Lena Becker, Jochen Rotter, Christopher Pöschel, Alena Müller, in der Hocke v.l.n.r. Robin Ciuman, Oliver Keim

Die Reilinger Grünen haben ihr Wahlprogramm unter dem Motto „Heute für ein Reilingen von morgen“ beschlossen.

Das Blockheizkraftwerk für die Mannherzhallen und die Schillerschule zur Einsparung von jährlich 38 Tonnen CO2, die barrierefreien Zugänge zur Mehrzweckhalle der Mannherzhallen und zur Altenbegegnungsstätte des Riegler-Hauses sind nur einige Beispiele für erfolgreiche Grüne Anträge. Auch der Erhalt des Bürgerparks oder der Radweglückenschluss im Alten Rottweg sind Erfolge der Reilinger Grünen. Das die Kinderbetreuung massiv ausgebaut wurde und der Schulstandort der weiterführenden Schule als Gemeinschaftsschule zukunftsfähig ist, sind Realisierungen des Grünen Wahlprogramms 2014 bis 2019. Auch wenn viele Grüne Themen und Anträge erfüllt wurden, gilt es aus Sicht der 18 Kandidatinnen und Kandidaten auf die Herausforderungen von heute und morgen Lösungen zu finden.

In das aktuelle Wahlprogramm sind auch Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung eingeflossen. Diese haben die Grünen bei Infoständen, bei den Grünen Kinoabenden und Grünen Stammtischen oder über die sozialen Medien aufgegriffen. 

Das fünfköpfige Spitzenteam der Reilinger Grünen äußert sich zum Wahlprogramm:

Laut der auf Listenplatz 1 kandidierenden Sprecherin der Grünen Jugend Carolin Hoffmann „möchten die Grünen sich für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft einsetzen. Der massive Flächenverbrauch der letzten Jahre soll gestoppt werden. Außerdem soll der Einsatz von Ackergiften wie Glyphosat reduziert werden. Schließlich möchten wir auch in Zukunft noch etwas von unserer schönen Reilinger Natur haben.“

Fraktionssprecher Jochen Rotter liegt die Mobilität und ein Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr am Herzen: „Die Buslinie 718 nach Walldorf ist aus unserer Sicht bis zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf zu verlängern und soll auch am Wochenende fahren. Die Buslinie 719 soll ebenfalls auch am Wochenende Reilingen anfahren.“

„Bereits in der vergangenen Amtszeit haben wir uns für die Eindämmung der Müllflut an der Bürgerbegegnungsstätte und dem Rieglerhaus eingesetzt. Dies möchten wir auch weiterhin tun!“ so Ortsverbandssprecherin Anna-Lena Becker.

Grünen-Gründungsmitglied Simon Schell spricht sich neben einer gelebten Bürgerbeteiligung vor allem für mehr Transparenz aus, „denn wir wollen nicht, dass über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger entschieden wird.“

Für die langjährige CVJM-Vorsitzende Lisa Lautenschläger ist eine Beteiligung der Jugendlichen sehr wichtig. „Da ist noch viel Luft nach oben, die bisherige Jugendbeteiligung ist ausbaufähig“. so Lautenschläger. „Wir setzen uns dafür ein, dass es künftig eine Jugendsprechstunde im Rathaus geben soll.“

Das vollständige Wahlprogramm der Reilinger Grünen kann auf der Internetseite oder in den sozialen Medien angeschaut werden. 

Neubau der LOP-Schule – sichtbares Zeichen für erfolgreiche Kreistagsarbeit

Wertschätzung der Pflegekräfte im Blick Fachkräftemangel entgegenwirken: Duale Ausbildung an den beruflichen Schulen des Kreises stärken „Als Team für die Kreistagswahl 2019 sehen sich die Grünen im Horan insgesamt gut aufgestellt“

v.l.n.r. Norbert Korn, Jochen Rotter, Monika Schroth, Adolf Härdle, Simone Friebel, Alexander W. Mansel, Oliver Keim

Verwaltungsgemeinschaft. Der Neubau der Louise-Otto-Peters-Schule kann als Zeichen dafür gewertet werden, dass Kreistagsarbeit, sichtbar für alle Bürger, erfolgreich sein kann. „Die einzige Kreiseinrichtung in Hockenheim stellt eine enorme Bereicherung der Bildungslandschaft in der Verwaltungsgemeinschaft dar“, stellt Kreisrat Adolf Härdle zufrieden fest. 

Der entschiedene und langjährige Einsatz für den Erhalt der Schule, auch durch seine Kreisratskollegen im Schulausschuss des Rhein-Neckar-Kreises, habe sich gelohnt, war diese doch durch einen Kreistagsbeschluß im Juli 2003 von der Schließung bedroht.
Bei der Nominierungsversammlung der Grünen für die Kreistagswahl 2019 im Wahlkreis Hockenheim, von Kreisvorstandsmitglied Kathrin Vobis-Mink souverän geleitet, wurde im „Haus der Feuerwehr“ (Neulußheim) die Kandidatenliste einmütig bestätigt. Härdle, bisheriger Kreisrat, werde die Liste wieder anführen, Monika Schroth, Neulußheim, folgt auf Platz 2. Die Kandidatenliste umfasst 8 Bewerberinnen und Bewerber, jeweils 2 aus den Gemeinden Hockenheim, Reilingen, Altlußheim und Neulußheim. 

Monika Schroth, von Beruf Rechtsanwältin und Gemeinderätin in Neulußheim, kann sowohl als ehemalige Elternbeirätin als auch als langjährige 1. Vorsitzende des Trägervereins des Jugendzentrums „Point“ auf einen profunden Erfahrungsschatz zurückgreifen.
„Transparenz, Bürgerbeteiligung und die Gleichberechtigung von Mann und Frau sind für mich wichtige Kernthemen“, merkt Schroth an. Der Kreistag ist das Hauptorgan des Kreises und somit das entscheidende Gremium im Kreis. Die Zahlen belegen, so Schroth, dass der Kreistag nach wie vor ein Männergremium sei. Von 105 Mitgliedern seien lediglich 29 Frauen im Kreistag vertreten. Fair Trade sei auch für den Kreis ein Thema. Besonders wichtig ist ihr eine transparente und sozial gerechte Preisgestaltung der AVR.
Für Jochen Rotter, Gemeinderat in Reilingen, auf Platz 3 der Kandidatenliste, steht die Stärkung und Positionierung des Verwaltungsraums Hockenheim im Vordergrund. Den Erhalt einer erlebbaren Kulturlandschaft verbunden mit einer nachhaltigen Biotopvernetzungsplanung und konkreten Naturschutzmaßnahmen sieht Norbert Korn, Altlußheim, als seine Schwerpunkte an. Als Umweltgutachter hat er in den rückliegenden Jahren bei Exkursionen der Grünen und im Zusammenhang mit der anstehenden Biotopvernetzungsplanung der Horan-Gemeinden bereits seine Fachkompetenz eingebracht. Auch für Ralf Geidel, OV-Sprecher in Hockenheim, steht der Naturschutz im Vordergrund.
Wenn es um Datenschutz geht, ist Oliver Keim, Reilingen, schon von seiner beruflichen Tätigkeit her als Systemanalytiker prädestiniert dafür, seine Kompetenz mit ein zubringen. Barrierefreiheit ist ein weiteres wichtiges Thema, bei dem er Handlungsbedarf sieht.
Seit über 10 Jahren engagiert sich Alexander W. Mansel, Gemeinderat in Neulußheim, erst als Jugendlicher, dann als Mitglied des Trägervereins für den kommunalen Kinder- und Jugendtreff „Point“ in Neulußheim. So liegt es nahe, dass die Kreis-Jugendhilfepolitik sein Thema ist und er hier gute Möglichkeiten sieht die offene Jugendarbeit noch stärker zu unterstützen. Für mehr Grün, etwa durch eine ökologisch orientierte Pflege des Straßenbegleitgrüns in Zuständigkeit des Kreises setzt sich Simone Friebel, Altlußheim, ein.
„Als Team für die Kreistagswahl 2019 sehen sich die Grünen im Horan insgesamt gut aufgestellt“, meint Adolf Härdle. Er würde sich darüber freuen, die Bestätigung der Wähler vorausgesetzt, die begonnene Arbeit fortsetzen zu können. Die Wertschätzung der Pflegekräfte nach innen als auch nach außen zu stärken sei ein Ziel von ihm. Ein „Tag der Pflege“ an allen Gesundheitseinrichtungen des GRN und arbeitnehmerfreundliche Arbeitsbedingungen könnten dazu einen Beitrag leisten. Viele erfolgsver- sprechende Gespräche mit der GRN-Geschäftsführung, Betriebsräten und Pflegedienstleistungen habe er in dem Zusammenhang geführt. Mit den beruflichen Gymnasien an allen Schulstandorten des Kreises biete der Rhein-Neckar-Kreis für junge Menschen gute Bildungsmöglichkeiten, so Härdle, schulpolitischer Sprecher der Grünen im Kreistag. Wichtig sei auch, die duale Ausbildung an den beruflichen Schulen des Kreises zu stärken, gelte es doch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Von Vorteil sei es sicherlich, dass er in seiner Funktion als Erster stellvertretender Vorsitzender des Schulausschusses und durch die regelmäßigen Schulleitergespräche an allen Schulstandorten gut vernetzt sei und Möglichkeiten sehe hier einiges bewirken zu können. 

Adolf Härdle 

 

Das Team für die Kreistagswahl:

  1. Adolf Härdle, 67 Jahre, Oberstudienrat, Hockenheim
  2. Monika Schroth, 63 Jahre, Rechtsanwältin, Neulußheim
  3. Jochen Rotter, 38 Jahre, Krankenkassenbetriebswirt, Reilingen
  4. Norbert Korn, 63 Jahre, Umweltgutachter, Altlußheim
  5. Ralf Geidel, 31 Jahre, Sicherheitsingenieur, Hockenheim
  6. Oliver Keim, 54 Jahre, Systemanalytiker, Reilingen
  7. Alexander W. Mansel, 25 Jahre, Sozialpädagoge, Neulußheim
  8. Simone Friebel, 54 Jahre, Verkäuferin, Altlußheim

 

 

Reilinger Grüne bei Aktion Saubere Gemeinde aktiv

Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Reilinger Grünen an der Aktion Saubere Gemeinde. Bei strahlendem Frühlingswetter sammelten die Grünen entlang des Großen Hertenwegs von der Bushaltestelle Hockenheimer Straße über den Wirtschaftsweg zur Kläranlage/Häckselplatz bis zum Reiterplatz Müll ein. Auffällig neben dem achtlos weggeworfenen Plastikmüll waren auch zahlreiche leere Wein- und Wodkaflaschen. Insgesamt 4 Müllsäcke konnten gefüllt werden. Danach stärkten sich die Grünen bei leckerer Kartoffel- und Gulaschsuppe vom DRK in der Fritz-Mannherz-Halle.

v.l.n.r. Anna-Lena Becker, Martin Hilken, Jakob Hilken, Karin Özbilen, Lisa Lautenschläger, Eva Ciuman, Simon Schell, Jochen Rotter

Grüne lehnen Haushalt ab

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

bereits zum zweiten Mal in Folge wird dem Gemeinderat ein nicht ausgeglichener Haushalt vorgelegt. Aufgrund vieler wichtiger Investitionen in Reilingens Zukunft haben wir letztes Jahr dem Haushalt 2018 letztendlich zugestimmt. Wir haben uns für einen künftig ausgeglichenen Haushalt ausgesprochen und darum gebeten, notfalls mittels Klausurtagung wichtige Investitionen auf ihre Notwendigkeit und auf ihre zeitliche Priorität zu prüfen. Auch haben wir immer gesagt, dass wir den nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge hinterlassen dürfen! Die Verschuldung wurde in den vergangenen wirtschaftlich starken Jahren leicht abgebaut. 

Doch bereits jetzt sind schwierigere Zeiten erkennbar. Nahezu alle wichtigen Wirtschaftsinstitute korrigieren ihre Prognosen nach unten, der Wachstumsmotor wird schwächer. Die Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer stehen die Geburtenrückgänge der 1990er und 2000er Jahre gegenüber. Aktuelle Investitionen dürfen wir nicht auf Kosten nachfolgender Generationen abwälzen. 

Grüne Haushaltsanträge 

Die Grünen-Fraktion hat aufgrund dieser Situation auch in diesem Jahr wiederholt keine eigenen Haushaltsanträge gestellt. Wir freuen uns aber, dass zwei Grüne Haushaltsanträge endlich realisiert werden konnten. So wurde kürzlich das Blockheizkraftwerk für die Mannherzhallen und die Schillerschule zum Einsparen von jährlich 38 Tonnen CO2 in Betrieb genommen. Diese nachhaltige Investition rechnet sich bereits nach rund 7 Jahren! So geht Klimaschutz mit gleichzeitigem finanziellen Erfolg! Auch die Seniorenbegegnungsstätte im Rieglerhaus ist dank Treppenlift barrierefrei geworden.

Kinderbetreuung und Schule

Die Investitionen in die Zukunft Reilingens begrüßen wir sehr. Eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung in gut ausgestatteten Räumen mit wenigen Schließtagen und langen Betreuungszeiten ist insbesondere für Familien sehr wichtig. Eine kostenlose Kinderbetreuung würde aus unserer Sicht zu einem Qualitätsverlust führen. Auch der Erhalt des Schulstandorts wurde durch die Umwandlung in die Gemeinschaftsschule zukunftsfest gemacht. Die geplante Erweiterung der Schule tragen wir selbstverständlich mit.

Vereine und Feuerwehr

Die Erhöhung der Vereinszuschüsse finden wir ebenfalls richtig. Viele aktive Vereine sorgen für eine lebendige Gemeinde. Diese Vereine zu unterstützen, sollte uns etwas wert sein. 

Auch die Unterstützung unserer freiwilligen Feuerwehr ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz aller Reilingerinnen und Reilinger.

ÖPNV

Die gestiegenen Kosten für den ÖPNV sind zwar nicht erfreulich, aber wichtig. Der ÖPNV wird nie Gewinn erwirtschaften können. Für eine Gemeinde wie Reilingen ist ein gut ausgebauter ÖPNV ein wichtiger Standortfaktor – auch für die ortsansässigen Betriebe!

Jugendliche beteiligen / Schulsozialarbeit / offene Jugendarbeit

Nach der mißglückten Beteiligung von Jugendlichen bei der Jugendlichen-Umfrage finden wir es richtig, dass in der Schule Jugendliche bei der Frage nach neuen Aufenthaltsmöglichkeiten beteiligt wurden. Solche Projekte schaffen Akzeptanz und vermeiden teure Fehlinvestitionen.

Auch war es richtig, die Schulsozialarbeit auszubauen. Leider wurde im gleichen Atemzug die offene Jugendarbeit etwas zurückgefahren. Im Februar teilte uns die Schulsozialarbeiterin in der Gemeinderatssitzung mit, dass es auch wichtig wäre, die offene Jugendarbeit zu stärken. Wir Grüne finden, wir sollten auf die SozialarbeiterInnen hören und die offene Jugendarbeit ausbauen.

Uns ist bekannt, dass auf die Gemeinde aufgrund der wirtschaftlich erfolgreichen vergangenen Jahre höhere Steuerabgaben und Ausgleichszahlungen zukommen. Dennoch sind wir mit der Vorlage des nicht ausgeglichenen Haushalts nicht zufrieden:

Unnötige Investitionen streichen / Nicht dringende Investitionen verschieben

So ist zum Beispiel ein angeblicher Radweglückenschluss nach Walldorf geplant. Dieser Lückenschluß erschließt sich uns nicht, da bereits mehrere Radwege und Ausweichmöglichkeiten nach Walldorf existieren. Wir Grüne sind grundsätzlich immer dafür, Radwege zu sanieren und auszubauen. Die Schließung von Radweglücken wie 2014 im Alten Rottweg haben wir mit vorangetrieben. Aber genauso wie vor ein paar Jahren in der Diskussion um eine angebliche Radweglücke nach Kirrlach, stellen wir auch jetzt wieder fest: Es gibt keine Radweglücke nach Walldorf und insofern auch keinen Investitionsbedarf.

Die aus unserer Sicht fragwürdige Verlegung des Trauzimmers kostete uns 61.000 EUR. Wir hatten bereits ein barrierefrei erreichbares Trauzimmer, das die heutigen Anforderungen erfüllt hatte. Insofern darf der Sinn dieser Investition durchaus angezweifelt werden. Ein Ausbau der offenen Jugendarbeit hätte hier mehr gebracht.

Auch ist aus unserer Sicht zu prüfen, ob einige Straßensanierungen tatsächlich in nächster Zeit  in Angriff genommen werden müssen, oder ob eine Verschiebung möglich ist.

Natur- und Umweltschutz, Erneuerbare Energien, Klimawandel

Zur Biotopvernetzung haben wir mehrfach Haushaltsanträge gestellt. Übrigens in Abstimmung mit allen Grünen aus der Verwaltungsgemeinschaft. Denn die Biotopvernetzung macht nicht halt an Reilingens Gemarkungsgrenzen! Daher freuen wir uns, dass die Gemeinde von sich aus für die nächsten 4 Jahre jeweils 20.000 EUR im Haushalt für die Biotopvernetzung vorgesehen hat.

Bei der Bekämpfung des Klimawandels fehlen uns dagegen weitere Investitionen. Die Folgen des Klimawandels spüren wir auch in Reilingen. Auch finanziell! So kosten Materialien für die Sanierung der Hockenheimer Straße das Dreifache des bisherigen Preises. Grund hierfür war das Niedrigwasser auf dem Rhein im letzten Jahr. Unbestritten eine Auswirkung des Klimawandels!

Bei der kommunalen Energieversorgung wurde dem Gemeinderat noch nicht mal die Möglichkeit der Auswahl zwischen fossilen und erneuerbaren Energien gegeben.

Wie ich bereits eingangs erwähnte: Die Grünen-Fraktion hat bereits letztes Jahr auf die Notwendigkeit eines ausgeglichenen Haushalts verwiesen. Die Investitionen sind aus unserer Sicht leider auch dieses Jahr nicht genügend auf ihre Notwendigkeit und Priorität hin geprüft worden. Die in der Vorberatung genannten Einsparmöglichkeiten wurden bisher nicht aufgegriffen. Aus den genannten Gründen wird die Fraktion der Grünen dem Haushalt 2019 nicht zustimmen.

Dagegen stimmen wir den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe Abwasser und Wasser sowie der KWG zu. 

Zum Schluß bedanken wir uns bei unserem Kämmerer Herrn Bickle für die geleistete Arbeit.

 

Jochen Rotter

Fraktionssprecher

Bündnis’90/Die Grünen Reilingen