Reilinger Grüne bei Aktion Saubere Gemeinde dabei

Auch in diesem Jahr beteiligten sich die Reilinger Grünen an der Aktion Saubere Gemeinde. Bei strahlendem Frühlingswetter sammelten die Grünen entlang des Großen Hertenwegs von der Bushaltestelle Hockenheimer Straße über den Wirtschaftsweg zur Kläranlage/Häckselplatz bis zum Reiterplatz Müll ein. Danach stärkten sich die Grünen bei leckerer Kartoffelsuppe vom DRK in der Fritz-Mannherz-Halle.IMG-20180324-WA0000

v.l.n.r.: Simon Schell, Oliver Keim, Eva Ciuman, Anna-Lena Großhans, Jochen Rotter

Haushaltsrede 2018

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst einmal vielen Dank an die Verwaltung, dass wir den Haushaltsplan in übersichtlicher und vor allem papiersparender Art und Weise erhalten haben.

Investitionen in Bildung, Betreuung und Infrastruktur
Wir befinden uns weiterhin in einer Niedrig-Zins-Phase, in der es aus unserer Sicht richtig ist, wenn die Gemeinde in die Zukunft investiert.
Wie wir in der Einwohnerversammlung erfahren haben, fahren immer mehr Fahrzeuge auf unseren Straßen. Daher ergibt es Sinn, wenn eine unserer wichtigsten Straßen, die Hockenheimer Straße, saniert wird. Dazu werden auch die dortigen Bushaltestellen barrierefrei und sicherer. Neben dem Straßenverkehr ist auch der Datenverkehr zu beachten: Die Digitalisierung kommt in Reilingen auch voran. Zum Beispiel zahlen wir für das schnelle Glasfaserinternet eine Umlage an unseren Zweckverband Fibernet in Höhe von 8.000 EUR. Dazu werden bereits Leerrohre für das schnelle Internet verlegt. Das gratis W-LAN an wichtigen Orten in Reilingen, die Einführung des Ratsinformationssystems und die Umstellung von Papiervorlagen auf Tablets für die Gemeinderatsmitglieder begrüßen wir sehr. Neben der Infrastruktur wird auch in Bildung und Betreuung investiert:

Dieses Jahr starten wir mit der Gemeinschaftsschule. Mit dieser Schule erhalten wir den Schulstandort Reilingen als weiterführende Schule. Die Gesamtkosten werden voraussichtlich 3,8 Mio EUR betragen. In diesem Jahr fördert das Land den Umbau zur Gemeinschaftsschule mit 870.000 EUR.

Bei der Kinderbetreuung haben wir die Anzahl der Plätze und die Betreuungszeiten deutlich ausgebaut. Dies hat jedoch seinen Preis: Dieses Jahr sind Kindergartenträger-Zuschüsse in Höhe von 2.449.500 EUR vorgesehen. Das Land unterstützt uns dabei mit 1.036.000 EUR. Dazu wird voraussichtlich im Juni der erste eigene kommunale Kindergarten eingeweiht werden können. Kommen wir nun zu den erneuerbaren Energien:

Erneuerbare Energien
Wir bitten die Gemeindeverwaltung, bei künftigen Bündelausschreibungen zur kommunalen Gas- und Stromversorgung auch eine Auswahlmöglichkeit für den Gemeinderat auf Biogas und Ökostrom anzubieten. Bisher haben wir dazu keine Möglichkeit.
Die Grünen-Fraktion hat 2016 einen Haushaltsantrag zur Errichtung eines Blockheizkraftwerks für die Mannherzhallen und die Schillerschule gestellt. Wir freuen uns, dass wir auf einem guten Weg sind, dieses Blockheizkraftwerk zu errichten. Damit wird CO2 eingespart, die Investition wird sich rechnen – siehe Oftersheim. Sie wurde auch beim Klimaschutzkonzept der Gemeinde als sinnvoll erachtet.

Elektromobilität
Zur Elektromobilität weisen wir auf das Programm der Landesregierung hin, das 2.000 Ladesäulen in Baden-Württemberg vorsieht. Außerdem gibt es ein Förderprogramm für Kommunen, mit dem der Umstieg auf Elektromobilität gefördert wird. In einigen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises gibt es übrigens Modelle zur gemeinsamen Anschaffung von Elektroautos für Gemeinden und Privatinvestitionen. Wir bitten die Gemeinde, sich um diese Chancen zu bemühen.

ÖPNV (Busse, Ruftaxi, Radwege)
Das Ruftaxi Reilingen-Walldorf wird mit 11.000 Euro bezuschusst. Die drei Buslinien 717, 718 und 719 werden wir mit 130.000 EUR bezuschussen. Der öffentliche Personennahverkehr wird immer ein Zuschussgeschäft bleiben. Er ist jedoch für die Mobilität aller Altersgruppen wichtig!

Nicht ausgeglichener Haushalt
Weshalb wird die Grünen-Fraktion diesem nicht ausgeglichenen Haushalt zustimmen? Neben den genannten sinnvollen Investitionen ist zum einen die Liquidität der Gemeinde positiv zu bewerten. Außerdem sind Kreditaufnahmen nicht vorgesehen. Die Verschuldung kann um 218.000 EUR verringert werden. Alle diese Punkte (Investitionen in die Zukunft und Abbau der Schulden) sind für uns entscheidend, um dem Haushalt zuzustimmen. Aufgrund des nicht ausgeglichenen Haushalts verzichten wir wie im letzten Jahr auf eigene Haushaltsanträge. Wir haben Rekordsteuereinnahmen, die Wirtschaft brummt. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Kommunen mit den höchsten Beträgen aller Zeiten. Und dennoch schaffen wir keinen ausgeglichenen Haushalt. Was passiert eigentlich, wenn Steuereinnahmen und Landesunterstützung wegbrechen? Wir sprechen uns dafür aus, im nächsten Jahr eine Klausurtagung durchzuführen. Dabei sollen die großen Projekte auf ihre Notwendigkeit, auf ihre Größe und auf den Zeitpunkt ihrer Umsetzung beurteilt werden. Ziel muss es aus unserer Sicht sein, künftig wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu verabschieden. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung plant einen Jahresgewinn und einen Abbau der Verschuldung ein, beim Eigenbetrieb Wasserversorgung ist dagegen eine Nettoneuverschuldung notwendig Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (KWG) erwirtschaftet voraussichtlich einen Gewinn.

Zum Schluss möchten wir uns bei Ihnen Herr Bürgermeister Weisbrod, bei Ihnen Herr Bickle und Ihren MitarbeiterInnen der Kämmerei bedanken.

Die Fraktion Bündnis’90/Die Grünen stimmt dem Haushalt sowie den Wirtschaftsplänen für 2018 zu.

Jochen Rotter

(Fraktionssprecher)

MdL Manfred Kern zu Gast in Reilingen

Letzte Woche besuchte MdL Manfred Kern den öffentlichen Grünen Stammtisch der Reilinger Grünen im Löwen. Nach seinem interessanten Bericht aus dem Landtag wurde auch über kommunale Reilinger Themen wie z.B. öffentlicher Personennahverkehr oder Landesförderung für Elektromobilität gesprochen.

Die Reilinger Grünen bedanken sich bei Manfred Kern, der regelmäßig in Reilingen zu Gast ist, für seinen Besuch.

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Kreismitgliederversammlung

Am Dienstag, 06.02.2018 fand die öffentliche Kreismitgliederversammlung des Bündnis’90/Die Grünen-Kreisverband Kurpfalz-Hardt auf dem Wersauer Hof  in Reilingen statt. An dieser Versammlung nahmen zahlreiche Mitglieder der Grünen aus dem Kreisverband Kurpfalz-Hardt teil.

Nach einer interessanten Hofführung von Carolin und Michael Hoffmann berichteten Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz aus dem Bundestag und Landtagsabgeordneter Manfred Kern aus dem Landtag. Neben Berichten von der Landesdelegiertenkonferenz und der Bundesdelegiertenkonferenz wurde auch über Themen der Kommunalpolitik gesprochen.

Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz bei seinem Bericht aus dem Bundestag

Bundestagsabgeordneter Dr. Danyal Bayaz bei seinem Bericht aus dem Bundestag

Jahreshauptversammlung 2017

Besuch von Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann / Erfolgreiche Bundestagswahl

Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans begrüßte bei der Jahreshauptversammlung im Wersauer Hof zahlreiche Mitglieder.

In Ihrem Jahresrückblick ging sie auf die zahlreichen Aktivitäten der Reilinger Grünen ein. Im Februar feierten die Grünen Premiere mit dem Grünen Kino. Beim Film „10 Milliarden“ ging es über die Möglichkeiten der künftigen Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Als Experte stand Biolandwirt Michael Hoffmann Rede und Antwort. Dazu war auch der Arche-Weltladen zu Gast.
Neben der Teilnahme an der Aktion Saubere Gemeinde wurde der Biowinzer Seeber in St.Martin besucht. Im Mai wurde bei der gemeinsamen Radtour der Grünen aus Hockenheim, Reilingen, Alt- und Neulußheim namens „Tour d’HoRAN“ verschiedene Projekte der Stadt- und Gemeinde-entwicklung besichtigt. In Reilingen wurde die Baumallee entlang der L546 besichtigt. Diese stellt eine wichtige ökologische Ausgleichsmaßnahme für das Neubaugebiet Herten II dar. Anna-Lena Großhans zeigte sich erfreut über die große Anzahl der teilnehmenden Kinder bei der Kinderferienfreizeit im August. 27 Kinder bauten verschiedene Vogelhäuser. Im September nahm Bundestagskandidat Dr. Danyal Bayaz am 2.Grünen Kinoabend teil. Beim Klimawandel-Film „Before The Flood“ konnte Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann als Experte begrüßt werden. Zum Abschluss bedankte sich Anna-Lena Großhans bei den zahlreichen fleißigen Helfer der Grünen, ohne die die Durchführung solcher Veranstaltungen nicht möglich gewesen wäre.

Anschließend berichtete Fraktionssprecher Jochen Rotter aus dem Gemeinderat. Die Grünen-Fraktion stellte 2017 keine Haushaltsanträge, da noch einige Anträge aus der Vergangenheit in der Planung sind, wie z.B. das Blockheizkraftwerk für die Schillerschule und die Mannherzhalle. Außerdem bietet der Haushalt derzeit keinen Spielraum für weitere Projekte. Erfreut zeigte sich die Grünen-Fraktion, dass die Leinenpflicht zur Ansiedlung der Störche eingeführt wurde. Aus Sicht von Jochen Rotter bietet die Leinenpflicht auch Schutz für andere Tiere. Der Grünen-Antrag zur Transparenz bei Baumfällungen wurde im Gemeinderat verabschiedet. Die Verwaltung hat den Antrag bereits umgesetzt. Auf der Gemeindehomepage werden Baumfällungen vorab angekündigt und begründet. Bei mehreren Abstimmungen zu Bauplatzpreisen fand sich aus Sicht der Grünen keine Mehrheit. Im Neubaugebiet Herten II stimmten die Grünen gegen die Erhöhung der Bauplatzpreise, beim Baugebiet Am Rathaus gegen die Bauplatzvergabe zu Höchstgeboten.
Bei der Bundestagswahl erhielten die Grünen 10,4 Prozent der Zweitstimmen. Ein Zuwachs von 3,1 Prozent. Dr. Danyal Bayaz konnte als erster Grüner für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen in den Bundestag einziehen. Jochen Rotter betonte, dass Dr. Danyal Bayaz im Jahr 2017 mehrfach in Reilingen präsent war, sei es bei der Tour d’HoRAN, dem Straßenfest, einem Infostand auf dem REWE-Parkplatz und dem Grünen Kinoabend.

Mit einem Ausblick auf das Jahr 2018 ging die harmonische Jahreshauptversammlung zu Ende.

Gelungenener Grüner Kinoabend mit “Before The Flood” / Staatssekretär Andre Baumann und Dr. Danyal Bayaz als Gäste

 

 

 

 

Flyer-Kinoabend-September-2017

 

 

Eine rundum gelungene Fortsetzung des Grünen Kinos feierten die Reilinger Grünen im Rieglerhaus. Neben dem Bundestagskandidaten Dr.Danyal Bayaz begrüßte Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans den Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann. Trotz Verkehrschaos rund um Reilingen füllten sich die Reihen. Der Klimawandelfilm “Before The Flood” berichtete über die Reise von Leonardo DiCaprio rund um dem Globus. Er zeigte die verschiedensten Auswirkungen und Probleme des Klimawandels. Im Anschluss erläuterte Dr. Andre Baumann verschiedene Maßnahmen zum Umweltschutz des Landes Baden-Württemberg. Geduldig und fachkundig beantwortete er die zahlreichen Fragen der Besucher.

Kinder bauen Vogelhäuser

 

Die Reilinger Grünen nahmen dieses Jahr wieder am Ferienprogramm der Gemeinde teil. Bei schönem Sommerwetter konnte die Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans 26 Kinder von 7 bis 12 Jahren an der Reilinger Bürgerbegegnungsstätte begrüßen.

Oliver Keim präsentierte den Kindern ein Quiz. Dabei galt es verschiedene Vogelarten anhand Vogelstimmen, Silhouetten und Fotos der Vögel zu erraten. Sachkundig errieten die Kinder heimische Vogelarten wie Turmfalke, Spatz, Kohlmeise oder auch den neuesten Reilinger Bewohner, den Storch.

Danach bauten die Kinder unter fachkundiger Anleitung vom Walldorfer Vogelexperten Günter Keim und Oliver Keim drei verschiedene Vogelhäuser. Vogelhäuser sind überall nützlich, wo es an alten und morschen Bäumen fehlt.

Zum Abschluss konnten die Kinder die Vogelhäuser anmalen. Sie zeigten hohe Kreativität (z.B. Reilinger Hasenwappen, 5-Sterne-Hotel).

Nach getaner Arbeit gab es vom Küchenteam leckere vegetarische Pizzabrötchen. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht! Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern!

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Franziska präsentiert ihr Vogelhaus mit Reilinger Wappen

 

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Oliver Keim und Simon Schell bauen Vogelhäuser

Grüner Bundestagskandidat Dr. Danyal Bayaz informiert sich über Reilinger Themen

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Dr. Danyal Bayaz kandidiert bei der Bundestagswahl für die Grünen im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen. Er informierte sich bei Bürgermeister Stefan Weisbrod über aktuelle Reilinger Themen. Mit dabei waren auch die beiden Reilinger Grünen-Gemeinderäte Anna-Lena Großhans und Jochen Rotter.

Zu Beginn wurde über die Bereitschaft, sich ehrenamtlich kommunalpolitisch zu engagieren, gesprochen. Stefan Weisbrod betonte, dass es für eine Gemeinde wichtig ist, dass sich Bürgerinnen und Bürger politisch interessieren und engagieren.

Eines der wichtigsten Themen ist die Zukunft des Schulstandortes Reilingen. Stefan Weisbrod erläuterte den aktuellen Stand. Der Gemeinderat hatte einstimmig die Einführung einer Gemeinschaftsschule beschlossen. Ob die Gemeinschaftsschule eingeführt werden darf, entscheidet allerdings das Kultusministerium in Stuttgart. Danyal Bayaz, der auch Mitglied im Landesvorstand der baden-württembergischen Grünen ist, versicherte, dass die Gemeinschaftsschulen auch weiterhin unterstützt werden, da sie ein Kernanliegen Grüner Bildungspolitik sind.

Reilingen war eine der ersten Gemeinden im Rhein-Neckar-Kreis, die während der zugespitzten Situation 2015 Flüchtlinge aufgenommen hat. Bürgermeister Weisbrod lobte das ehrenamtliche Engagement vieler Reilinger Bürgerinnen und Bürger, sei es im Arbeitskreis Asyl oder auch beim SC08 Reilingen. Das DRK unterstützt die Betreuung in der Verwaltungsgemeinschaft mittlerweile mit hauptamtlichen Mitarbeitenden. Auch Danyal Bayaz lobte die Reilinger Willkommenskultur und erkundigte sich nach der langfristigen Planung der Flüchtlingsunterbringung. Laut Stefan Weisbrod fehlen vom Rhein-Neckar-Kreis noch konkrete Angaben, wieviele Menschen zu welchem Zeitpunkt in die Anschlussunterbringung kommen sollen. Dies erschwert die Planung für die Gemeinde, geeignete Räumlichkeiten anzumieten. Wichtig ist außerdem die notwendige Integration der Flüchtlinge. Dafür sind Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen notwendig, um die Flüchtlinge in Ausbildungs- und Arbeits-verhältnissen bringen zu können. Darin waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig.

Danyal Bayaz, der selbst für nachhaltige Wirtschaftspolitik streitet, fragte nach der Nutzung von Erneuerbaren Energien in Reilingen. Stefan Weisbrod berichtete, dass im Flächennutzungsplan zwar mögliche Flächen für Windräder ausgewiesen wurden, aber die Lage nicht ideal für die Windkraft ist. Derzeit wird ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) zur Einsparung von CO2 für die Fritz-Mannherz-Hallen und die Schiller-Schule geplant. Aufgrund der geringeren Vergütung von Photovoltaikanlagen ist die Nachfrage zurückgegangen.

Im Gespräch ging es auch über den Artenschutz. Insbesondere bei seltenen Tierarten ist die Umsiedlung sehr aufwendig. In Reilingen wurden Zauneidechsen mit großem Aufwand umgesiedelt. Geplante Baumaßnahmen mussten für einige Zeit eingestellt werden. Laut Danyal Bayaz ist es wichtig, dass neue Gesetze bzw. Gesetzesänderungen nach einiger Zeit hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit geprüft werden sollen.

Beim Thema Steuern betonte Stefan Weisbrod, dass die Gewerbesteuern eine sehr wichtige Einnahmequelle für die Gemeinde darstellen und nicht abgeschafft werden sollten.

Danyal Bayaz teilte mit, dass die Grünen in ihrem Wahlprogramm eine Entlastung von Familien und Menschen mit geringen und mittleren Einkommen vorsehen und den Fokus auf Investitionen wie Digitalisierung, Klimaschutz und Bildung legen möchten. „Das kommt insbesondere den Kommunen und Projekten vor Ort zu Gute“, so Bayaz.

Mit einem aktuellen Blick auf die anstehende Bundestagswahl ging der Besuch von Bundestagskandidat Dr. Danyal Bayaz bei Bürgermeister Weisbrod zu Ende.

4. Tour d’HoRAN: Grüne in der Verwaltungsgemeinschaft unterwegs

Orts- und Stadtentwicklung in den HoRAN-Gemeinden im Blick

Gleich welches Wetter, im Mai zieht es die Grünen im HoRAN in die Natur und erweisen sich als wetterfeste Radfahrer bei der Tour d`HoRAN. Standen bisher Themen wie ein gemeindeübergreifendes Biotopvernetzungskonzept, der Erhalt der Kulturlandschaft und die Ausweisung möglicher Windkraftstandorte auf der Agenda, so wurde bei der zwischenzeitlich 4. Tour d`HoRAN dieses Mal die Orts- und Stadtentwicklung in den vier Gemeinden der Verwaltungs-gemeinschaft unter die Lupe genommen.

Foto Homepage
Altlußheim – Am Messplatz
„Der Messplatz ist die letzte freie Fläche in der Gemeinde“, informierte Gemeinderat Dr. Holger O. Porath, am ersten Standort in Altlußheim. Unter den Radtourteilnehmern waren neben Mitgliedern der Grünen aus allen vier Kommunen, auch der grüne Wahlkreiskandidat für den Bundestag, Danyal Bayaz und der grüne Landtagsabgeordnete in Stuttgart, Manfred Kern. Adolf Härdle freute sich insbesondere darüber, dass auch Vertreter der BIT-Hockenheim, Dachorganisation der fünf Bürgerinitiativen, an der Tour teilnahmen.
Der Messplatz stehe übers Jahr nicht nur für größere Veranstaltungen zur Verfügung, Kinder und Jugendliche nutzen regelmäßig den Spielplatz und den freien Platz zum Fußball spielen, so Porath.
Einer möglichen Umgestaltung, einschließlich einer eventuell angedachten Wohnbebauung, wie den Sanierungszielen im Satzungsbeschluß zur Festlegung des Sanierungsgebiets Altlußheim West“ zu entnehmen ist, könne nicht zugestimmt werden. Auf jeden Falle müsse der bestehende Baumbestand erhalten werden. Die grüne Fraktion wünsche sich eine ergebnisoffene Diskussion ohne vorherige Festlegungen.
Beim Baugebiet „Hockenheimer Flur II“ angekommen, erläuterte Porath die jahrelangen Bemühungen der Grünen-Fraktion im Bereich des neuen neuen Kindergartens „Sonnenschein“ am Übergang über die Kreisstraße K 4252 die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Neulußheim – Am Sandbuckel 17
Am Bauplatz „Am Sandbuckel 17“, dem zweiten Haltepunkt der Tour d`HoRAN, sollen als Endresultat von längeren Diskussionen in Containeranlagen im Zuge der Anschlussunterbringung zunächst 52 Flüchtlingen untergebracht werden, berichtete Alexander Mansel, Gemeinderat aus Neulußheim.
Er verwies auf Versäumnisse in der Vergangenheit, sich um den Sozialen Wohnungsbau in Neulußheim zu kümmern. Es wurden mehrfach Grundstücke vorgeschlagen, für welche man eine solche Verwendung hätte realisieren können. Ängsten der Bürgerinnen und Bürger müssten natürlich berücksichtigt werden, eine dezentrale Unterbringung im Ort wäre bei entsprechenden Bemühungen, so Mansel, durchaus möglich gewesen und hätte damit der Integration eine Chance gegeben.
Positiv stellte Mansel heraus, dass in den Gemeinden Altlußheim, Neulußheim und Reilingen nun ein Sozialarbeiter/eine Sozialarbeiterin für die Flüchtlingsarbeit eingestellt werden, soll.
Der weitere Weg der Radtourteilnehmer führte duch die neu gestaltete Waghäuseler Straße zu dem innerörtlichen Baugebiet an der St. Leoner-Straße. Überrascht war man über die fast städtisch anmutende Bauweise. „Ihr macht ja Hockenheim Konkurrenz“, merkte Adolf Härdle mit einem leichten Schmunzeln an.
Reilingen – Baumreihe an der L 546
In Reilingen konnte eine von voraussichtlich fünf ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für das rund 7,6 ha große Neubaugebiet Herten II besichtigt werden: Die neue Baumallee mit 38 Ahorn- und Kirschbäumen entlang der Landstraße L546. Jochen Rotter, Mitglied im Reilinger Gemeinderat, informierte, dass auf eiinem ca. 850 m langen und 7 m breiten Streifen, die die Gemeinde vom Land abgekauft habe, ganz im Sinne der Grünen, auch eine Wildblumenwiese angelegt wurde. Die Reilinger Grünen finden es richtig gut, dass die Gemeinde aufgrund des massiven Flächenverbrauchs solche Anstrengungen unternimmt, um einen Beitrag für die Natur zu leisten.
Von der gelungenen Sanierung und Neugestaltung der Haydn-Allee konnte man sich auf dem Weg nach Hockenheim überzeugen.
Hockenheim – Hubäckerring/Hockenheim Süd
Bei der Planung von Wohnungsbaumaßnahmen im Zuge der Anschlußunterbringung, Schaffen von günstigem Wohnraum für Soziale Schwache und von Wohnraum für Obdachlose, reiche bestehendes Baurecht allein nicht aus, betonte Adolf Härdle, Fraktionssprecher der Grünen im Hockenheimer Gemeinderat. Am Standort Hubäckerring/Hockenheim Süd seien zusätzlich die schwierige Parksituation und die soziale Struktur zu beachten. Bei der Diskussion um die verschiedenen Standortalternativen komme es ganz entscheidend darauf an, dass in einem ergebnisoffenen Verfahren gemeinsam mit den Bürgern die weitere Stadtentwicklung, gerade auch in Quartieren, besprochen werde. Es sei sicher auch das Verdienst der Bürgerinititiativen, dass wir hier auf einem guten Weg sind, merkte er an. Die anstehende Sanierung des Wohngebiets an der Oberen Hauptstraße könne zusammen mit einer verbesserten Gestaltung des Verkehrsraums zu einem höheren Wohnwert für die dort wohnenden Anlieger führen.
Jochen Rotter brachte es auf den Punkt: „Es war wie immer sehr interessant. Alle HoRAN-Gemeinden stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Gemeindeentwicklung. Bemerkenswert ist, wie unterschiedlich die vier Gemeinden diese Herausforderungen meistern wollen.“
Initiativen der Grünen im HoRAN
Einig war man sich, dass künftig eine Teilnahme von Fraktionsvertretern an der Verkehrstagefahrt in der Verwaltungsgemeinschaft selbstverständlich sein soll, einen diesbezüglichen Antrag soll an die jeweiligen Gemeindeverwaltungen gerichtet werden. Weiter lasse die Umsetzung des 2014 von den Grünen vorgeschlagenen Biotopvernetzungskonzepts in der Verwaltungsgemeinschaft auf sich warten. Auch hierzu ist ein Antrag geplant.