Grüner Stammtisch

Die Reilinger Grünen treffen sich zum öffentlichen Grünen Stammtisch. Dieser findet am Donnerstag, 06.04.2017 ab 20 Uhr in der Gaststätte “Zum Gogglrobber”, Wilhelmstraße 40/2 in Reilingen statt. Dabei wird über kommunalpolitische Themen gesprochen. Interessierte sind herzlich willkommen!

Stellungnahme der Grünen-Fraktion zur Änderung der polizeilichen Umweltschutzverordnung (Leinenpflicht zur Förderung der Ansiedelung des Weißstorches)

Die Ansiedlung von Störchen ist uns wichtig. Es geht uns aber nicht nur um die Störche, sondern um die Sicherheit aller Tiere. Verschiedene Tierarten wie Hunde oder Störche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Auch für ältere und kranke Hunde ist ein Leinenzwang von Vorteil, denn sie werden nicht von freilaufenden Hunden angesprungen. Aus Sicht der Wildtiere führt eine “regelmäßige Beunruhigung” z.B. durch freilaufende Hunde dazu, dass sie bestimmte Flächen meiden. Gerade wir Grüne setzen uns für den Erhalt von Flächen ein (z.B. Herten II) und damit auch für potentielle Spazierwege für Hunde und Hundehalter.

Daher stimmt die Grünen-Fraktion der Beschlussvorlage zu, die Leinenpflicht für die Gebiete Wörsch und Fröschau beizubehalten sowie die Leinenpflicht auf den Zeitraum 15.02. bis 31.07. festzulegen.

Haushaltsrede 2017

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

unsere erste Grüne Haushaltsrede 2015 stand unter der Überschrift „Oberste Priorität ist es, den nachfolgenden Generationen keine Schuldenberge zu hinterlassen“.

Dies gilt auch weiterhin. Allerdings macht es aus unserer Sicht Sinn, wenn wir in einer derartigen Niedrigzinsphase bzw. mittlerweile sind wir eigentlich schon eher in einer Minuszinsphase, auch investieren!

Gemeinschaftsschule

Daher begrüßen wir es ausdrücklich, dass die Gemeinde viel Geld in die Hand nimmt, um unsere Friedrich-von-Schiller-Schule zu einer Gemeinschaftsschule umzubauen. Damit erhalten wir schließlich auch Vermögen. Bereits 2013 nach einer Veranstaltung mit der GEW und im Gemeinderatswahlkampf 2014 haben wir uns für eine Gemeinschaftsschule in Reilingen ausgesprochen. Wir haben uns über den einstimmigen Beschluss im Gemeinderat gefreut und hoffen, dass mit dem Umbau bald begonnen werden kann.

Infrastruktur/Kinderbetreuung

Die Gemeinde investiert auch in die Infrastruktur (z.B. Sanierung von Straßen, dem Internet-Ausbau, der neuen Buslinie, dem Radweg Fröschau/Wörsch oder auch Parkplätze für Autos wie bei der Bierkellergasse) und in die Kinderbetreuung (z.B. kommunaler Kindergarten). Für eher unattraktive aber notwendige Projekte wie die Kanalsanierung gibt die Gemeinde ebenfalls seit Jahren viel Geld aus.

Barrierefreiheit

Diesen Weg,zu investieren, wo es notwendig und sinnvoll ist, gehen wir Grüne mit. Aus diesem Grund verzichtet die Grünen-Fraktion dieses Jah auch auf neue Haushaltsanträge. Einige unserer Haushaltsanträge und Anregungen der letzten Jahre sind noch nicht umgesetzt worden bzw. werden hoffentlich demnächst umgesetzt (wie z.B. das barrierefreie Rieglerhaus).

Ökostrom

Die von der CDU-Fraktion beantragte Elekroladestation für Autos begrüßen wir ausdrücklich. Das Land Baden-Württemberg möchte 2.000 Ladestationen errichten. Sollten wir im Gemeinderat die Anschaffung einer Elektroladestation beschließen, bitten wir darum, dass die Gemeinde sich mit dem Land entsprechend abstimmt.

Und wenn wir schon bei Elektroautos sind, möchten wir noch etwas ergänzen: Bei der letzten Vergabe der Strom- und Gasverträge haben wir Grüne uns für Ökostrom- und Biogas-Verträge ausgesprochen. Die Gemeinde hat dies aber aus Kostengründen abgelehnt. Wir wünschen uns, dass bei der nächsten Vergabe Verträge zur Lieferung von Ökostrom und Biogas abgeschlossen werden.

Flächenverbrauch und Biotopvernetzung

Nicht zuletzt aufgrund des massiven Flächenverbrauchs für das Neubaugebiet Herten II (bis zu 7,6 ha) und eines möglichen neuen Gewerbegebiets (bis zu 4,4 ha) sowie der immer weiter fortschreitenden Teilung von Landschaften ist eine Biotopvernetzung wichtiger denn je. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren Haushaltsanträge zur Biotopvernetzung gestellt. Nach jahrelangem Warten hat sich mittlerweile ein Arbeitskreis in der Verwaltungsgemeinschaft gebildet. Wir möchten noch einmal betonen: Sollte ein neues Gewerbegebiet kommen, würden wir in Reilingen innerhalb kurzer Zeit mit beiden Baugebiete eine Fläche von 120.000 qm vernichten! Um sich das mal vorzustellen: Damit könnte man fast die Rasenflächen aller 1.Bundesligastadien in Deutschland füllen. ( 1 Bundesliga-Fußballfeld hat ca. 7.200 qm = 16,67 Felder)

Jugendliche

Die Bemühungen der Gemeinde, die Spielplätze für unsere Kinder unter Beteiligung engagierter Bürger attraktiver zu gestalten, loben wir ausdrücklich. Darüber hinaus sind aus unserer Sicht noch mehr Anstrengungen der Gemeinde im Hinblick auf unsere Jugendlichen notwendig! Ein erster Schritt ist mit dem Umzug des Jugendtreffs aus dem von Schimmelbefall betroffenen Kellerraum im Rieglerhaus zum neuen Jugendcafe in der Hauptstraße gemacht. Wir sehen die Gemeinde in der Pflicht für die Jugendlichen weitere Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen – und dies unter Beteiligung der Jugendlichen. So können Fehlinvestitionen vermieden werden. Auch konnten wir die Schulsozialarbeit dank gestiegener Landeszuschüsse 2014 ausbauen. Sollte es Überlegungen geben, bei der Sozialarbeit für Jugendliche Gelder umzuschichten oder zu streichen, sprechen wir uns bereits jetzt dagegen aus. Im Gegenteil: Für Jugendliche müsste mehr Geld investiert werden.

Zum Schluss möchten wir uns bei Ihnen Herr Bürgermeister Weisbrod, unserem Kämmerer Herr Bickle und den MitarbeiterInnen der Kämmerei bedanken.

Die Fraktion Bündnis’90/Die Grünen stimmt dem Haushalt sowie den Wirtschaftsplänen für 2017 zu.

Jochen Rotter

(Fraktionssprecher)

Grünes Kino: Erfolgreiche Premiere in Reilingen

Die Premiere mit dem Dokumentarfilm “10 Milliarden – wie werden wir alle satt?”  im Franz-Riegler-Haus war ein voller Erfolg. Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans konnte zahlreiche Gäste zum Grünen Kino begrüßen.

Laut einer Schätzung der Uno wird die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich auf zehn Milliarden Menschen ansteigen. Der Regisseur Valentin Thurn zeigte mögliche Antworten auf die Frage, wo die Nahrung künftig herkommen soll. Wichtig sei unter anderem, dass in der Landwirtschaft nachhaltig gearbeitet wird und die Böden geschont werden. Als Verbraucher könne man mit regionalen, saisonalen und biologischen Produkten auch kleinere und mittlere Betriebe unterstützen.

Anna Natascha Pfisterer vom Weltladen Arche in Hockenheim präsentierte fair gehandelte und ökologische Produkte und stand auch für Fragen zur Verfügung. Bei der anschließenden Diskussionsrunde wurden zahlreiche Fragen an Bio-Landwirt Michael Hoffmann vom Wersauer Hof gestellt. Fachkundig und mit verständlichen Worten wurden diese von Michael Hoffmann beantwortet.

 

 

Anna-Lena Großhans bedankt sich bei Biobauer Michael Hoffmann

Anna-Lena Großhans bedankt sich bei Biobauer Michael Hoffmann

https://www.wersauer-hof.com/

http://www.weltladen-arche.de/

Kontinuität bei den Reilinger Grünen

Grünen-Sprecher Jochen Rotter begrüßte bei der Jahreshauptversammlung des Bündnis’90/Die Grünen-Ortsverband Reilingen im Buon Gusto – Pizzeria Zur Tennisklause viele Mitglieder.

In ihrem Jahresbericht ging die Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans auf die Aktivitäten der Reilinger Grünen im Jahr 2016 ein. Gemeinsam mit dem CVJM sammelte man bei der Aktion Saubere Gemeinde rund um den Spielplatz Haydnallee Müll ein. Die Teilnahme am Ferienfreizeitprogramm mit 22 Kindern war wieder einmal ein voller Erfolg. Die Kinder bastelten Insektenhotels. Auch zwei Kinobesuche in Schwetzingen zum traurigen Jubiläum der Tschernobyl-Katastrophe und des Dokumentarfilms “Tomorrow” in Mannheim standen auf dem Programm. Großhans gab auch einen Ausblick auf die geplanten Aktivitäten der Reilinger Grünen für das Jahr 2017.

Fraktionssprecher Jochen Rotter berichtete aus dem Gemeinderat. Im Mittelpunkt seines Berichts standen die Entwicklungen rund ums Lutherhaus, die Schlossmühle und den Schulstandort. Erfreut zeigte sich Rotter über den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats zur Gemeinschaftsschule Reilingen. Er berichtete auch über die sehr erfolgreiche Landtagswahl mit dem gewonnenen Direktmandat für Manfred Kern. Jochen Rotter schloss seinen Bericht mit einem Ausblick auf die Bundestagswahl ab.

Danach folgte der Bericht des Kassiers Christopher Pöschel. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte dann einstimmig.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung standen die Wahlen des OV-Vorstandes an. Dabei stellten sich alle bisherigen Mitglieder des OV-Vorstandes zur Wiederwahl und wurden alle einstimmig für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Die Wahlen wurden von Lucas Korn, Mitglied im Kreisvorstand des Grünen-Kreisverbands Kurpfalz-Hardt durchgeführt.

Alter und neuer OV-Vorstand:

Sprecherin: Anna-Lena Großhans

Sprecher: Jochen Rotter

Kassier: Christopher Pöschel

Schriftführer: Oliver Keim

Kassenprüferin: Lisa Lautenschläger

Kassenprüfer: Werner Borowski

Ferienfreizeit bei den Grünen

Die Reilinger Grünen nahmen dieses Jahr wieder am Ferienprogramm der Gemeinde teil. Bei angenehmen Temperaturen konnten die Grünen-Sprecher Anna-Lena Großhans und Jochen Rotter 25 Kinder von 7 bis 12 Jahren an der Reilinger Bürgerbegegnungsstätte begrüßen. Unter fachkundiger Anleitung von Werner Borowski, Günter und Oliver Keim bauten die Kinder Insektenhotels. Dabei wurden verschieden große Löcher in Baumstämme gebohrt. Die Kinder sammelten auch dünne Äste und Blätter als Füllmaterial. Die Baumstämme wurden teils mit Draht zum Schutz der Insekten vor anderen Tieren versehen. Unterstützt wurden sie dabei von Eva Ciuman, Simon Schell und Heike Döhren.

Günter Keim und Werner Borowski erklärten den Kindern, dass der Lebensraum vieler Insekten wie z.B. Wildbienen stark geschrumpft ist, da es immer weniger alte Schuppen, Mauern oder auch Hecken gibt. Insektenhotels können neuen Lebensraum für diese Insekten bieten.

Nach getaner Arbeit gab es vom Küchenteam um Anna-Lena Großhans, Henny Niedermayer und Lisa Lautenschläger leckere vegetarische Pizzabrötchen. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht!

Besonderen Dank an Herrn Rüdiger Astor, der uns wieder einmal das richtige Holz zur Verfügung gestellt hat.

Werner Borowski bohrt Baumstämme

Werner Borowski bohrt Baumstämme

 

Günter Keim hilft Jugendlichen beim Anfertigen von Insektenhotels

Günter Keim hilft Jugendlichen beim Anfertigen von Insektenhotels

MdL Manfred Kern trifft Bürgermeister Stefan Weisbrod

v.l.n.r. Jochen Rotter, Manfred Kern, Stefan Weisbrod

v.l.n.r. Jochen Rotter, Manfred Kern, Stefan Weisbrod

Der Grüne Landtagsabgeordnete Manfred Kern gewann bei der Landtagswahl im März den Wahlkreis Schwetzingen. Er informierte sich bei Bürgermeister Stefan Weisbrod über aktuelle Reilinger Themen. Mit dabei war auch Jochen Rotter, der Reilinger Fraktionssprecher der Grünen.

Zu Beginn erläuterte Stefan Weisbrod den aktuellen Stand zur Zukunft des Schulstandortes Reilingen. Aufgrund der Ablehnung des Neulußheimer Gemeinderates wird es keine Gemeinschaftsschule Reilingen-Neulußheim geben. Die Neulußheimer Außenklassen der Werkrealschule werden künftig in Reilingen beheimatet werden. Stefan Weisbrod sprach in diesem Zusammenhang auch die Stephen-Hawking-Schule an: „Ich habe mich sehr über Signale aus dem Gemeinderat gefreut, weiterhin Klassen der Stephen-Hawking-Schule in Reilingen zu beherbergen.“ Sollte Reilingen eine Gemeinschaftsschule ohne Neulußheim einführen, wäre der Bau einer Mensa notwendig. Derzeit wird eine entsprechende Kostenaufstellung abgewartet, wobei auch die Alternative einer Nutzung der vorhandenen Küche bei den Mannherz-Hallen diskutiert wird. Bürgermeister Weisbrod zeigte sich stolz, dass schon derzeit ein Mittagstisch für die Schülerinnen und Schüler angeboten werden kann und freute sich, dass dieser so gut angenommen wird.

Manfred Kern sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde Reilingen eine Gemeinschaftsschule in Eigenregie gründen sollte: „Ich bin optimistisch, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule in Reilingen gelingen kann. Sie würde auch für Schülerinnen und Schüler der Nachbargemeinden attraktiv sein.“ Außerdem sei zu beachten, dass bei der Gemeinschaftsschule mehr Landesmittel für die erforderlichen Baumaßnahmen in Betracht kämen als bei einer anderen Schulart.

Der Abgeordnete, der auch Mitglied des Bildungsausschusses im Landtag ist, warb für einen Schulfrieden. Es sei nicht gut, wenn Politiker ohne fachliche Expertise die Zukunft der Gemeinschaftsschule in Frage stellen und für Behelfslösungen wie die „Realschule plus“ werben.

„Dies verunsichert Eltern und Lehrkräfte. Nachdem der Gemeinderat bereits einstimmig eine Grundsatzentscheidung für die Gemeinschaftsschule getroffen hat, wäre es folgerichtig, sich im Sinne der Kinder hierzu zu bekennen und diese Schulart, notfalls auch in Eigenregie, einzuführen.“

Eine positive Entwicklung beim öffentlichen Personennahverkehr konnte der Bürgermeister vermelden: „Auf der Linie 718 nach Walldorf wird zum neuen Schuljahr ein Gelenkbus eingesetzt. Dies ist eine Folge steigender Fahrgastzahlen.“

Ein Anliegen von Stefan Weisbrod ist auch der Anschluss an den Bahnhof Wiesloch-Walldorf mit der Buslinie 718. Manfred Kern regte dazu ein Treffen der Bürgermeister aller beteiligten Gemeinden an, um hier gemeinsam eine Lösung zu finden.

Weisbrod sprach auch den neuen Minikreisel am Sportplatz für die Linie 719 an. Diese Linie verbindet Reilingen seit kurzem mit dem Bahnhof Neulußheim und dem Bahnhof Rot/Malsch. Er zeigte sich erfreut, dass der neue Halt bereits nach so kurzer Zeit von Reilinger Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich auch dankbar für den Landeszuschuss zur Errichtung barrierefreier Bushaltestellen in der Haydnallee.

Im Gespräch ging es auch darüber, den Kraichbach künftig erlebbar zu machen. Zum Abschluss stellte Weisbrod noch Überlegungen über einen möglichen Lückenschluss des Radwegs nach Walldorf vor und erkundigte sich über entsprechende Fördermöglichkeiten des Landes.

Mit einer Einladung zum Großen Waldtag „Schwetzinger Hardt erleben“ am Sonntag 18. September 2016 ging der Besuch des Landtagsabgeordneten Manfred Kern bei Bürgermeister Stefan Weisbrod zu Ende.

 

Landtagsabgeordneter Manfred Kern besuchte Reilinger Grüne

Landtagsabgeordneter Manfred Kern besuchte den öffentlichen Grünen Stammtisch der Reilinger Grünen im Gasthaus Zum Löwen. Dieser Besuch war besonders: Bei der Landtagswahl im März 2016 holte er das Direktmandat in unserem Wahlkreis. Ein historischer Erfolg, gewann doch erstmals ein Grüner den Wahlkreis Schwetzingen. Manfred Kern ist nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im baden-württembergischen Landtag.

Mit den Reilinger Grünen sprach Manfred Kern u.a. über die Themen öffentlicher Personennahverkehr, Biotopvernetzung, Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, die Zukunft des Schulstandortes Reilingen und über die Burg Wersau. Daneben berichtete er auch über seine Arbeit im Landtag von Baden-Württemberg.

Stammtisch mit Manfred Kern

v.l.n.r.: Anna-Lena Großhans, Manfred Kern, Jochen Rotter, Lisa Lautenschläger, Simon Schell, Werner Borowski

Stellungnahme der Grünen-Fraktion zum Lutherhaus-Neubau

Die Gemeinde Reilingen punktet mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Durch den Wegfall mittelgroßer Veranstaltungsräume, wie sie das bisherige Lutherhaus und das Josefshaus waren bzw. noch sind, werden viele Veranstaltungen nicht mehr in der bisherigen Art und Weise durchgeführt werden können.

Die Fritz-Mannherz-Halle ist als großer Veranstaltungsraum für viele Veranstaltungen einfach zu groß und zu ungemütlich. Mit der Kooperation der politischen Gemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde könnte in Reilingen auch künftig ein mittelgroßer Veranstaltungsraum angeboten werden.

Die häufiger angesprochene Alternative eines eigenständigen Gemeindehauses ohne die evangelische Kirche würde die Gemeinde deutlich mehr Geld kosten. Ein möglicher Standort steht derzeit in Reilingen sowieso nicht zur Verfügung. Ein weiterer unnötiger Flächenverbrauch wäre die Folge. Diese Variante lehnen wir Grüne ab.

Trotzdem spricht sich die Grünen-Fraktion gegen eine Kooperation der politischen Gemeinde mit der evangelischen Kirchengemeinde aus. Die derzeitigen Bedingungen sind für uns nicht akzeptabel. Wir Grüne hoffen dennoch auf einen neuen Anlauf von Bürgermeister Weisbrod mit dem Evangelischen Oberkirchenamt eine für alle Beteiligten akzeptable und gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

30 Jahre nach Tschernobyl – Filmvorführung “Verwundete Erde”

Grünen-Kreisverband zeigte Tschernobyl-Film im Schwetzinger Lutherhaus

Herrliches Wetter, den ganzen Tag Sonnenschein. Wer erinnert sich nicht an das Wetter Ende April 1986, als es in Deutschland alle Menschen an die frische Luft zog? Umso geschockter waren die Menschen, als sie von der radioaktiven Wolke über Europa erfuhren. Denn erst am 28. April wurde bekannt, was sich am 26. April 1986 ereignet hatte: Der Reaktorkern im Atomkraftwerk in Tschernobyl war geschmolzen und die Welt wurde das erste Mal mit den Folgen einer radioaktiven Katastrophe konfrontiert. Daran erinnerte der Grünen-Kreisverband Kurpfalz-Hardt mit einer Filmvorführung am 30. Jahrestag des Unfalls im Lutherhaus in Schwetzingen.

Stephanie Aeffner, Vorstandsmitglied des grünen Kreisverbandes, führte die Zuschauer im vollbesetzten gelben Saal des Lutherhauses in die Problematik ein. Sie schilderte die Vorgänge, die nach einem von der Bedienungsmannschaft simulierten Stromausausfall in Block 4 des Reaktors stattfanden. Um 1:23 Uhr am 26. April 1986 explodierte der Reaktorkern, es kam zu einem Brand des Graphits und zu einer Freisetzung von hohen Mangen radioaktiven Materials, das sich in drei Wolken über Europa verteilte.

Der Film schildert eindringlich die Vorgänge vom 26. April 1986. Dargestellt wird das Leben in der ukrainisches Stadt Pryprjat. Am Tag vor der Katastrophe ist das Leben in der Stadt, die direkt neben den Reaktoren von Tschernobyl liegt, idyllisch –auch dort herrscht herrliches Wetter, keine Vorahnung der Katastrophe. Die Bevölkerung ahnt nichts von den Gefahren, die von einem Atomkraftwerk ausgehen können. Auch nach der Explosion und der Freisetzung der Radioaktivität wurde die Bevölkerung im Unwissen gelassen, sogenannte „Liquidatoren“ wurden ohne Wissen um die Gefahren und ohne Schutz zur Bekämpfung des Brandes in den Reaktor geschickt. Die Bevölkerung, die erst nach 36 Stunden evakuiert wurde, und dadurch unnötig radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurde, wurde auch dabei weiterhin im Unwissen über das Geschehen gelassen. Im zweiten Teil wurden die psychischen und physischen Spätfolgen der Betroffenen zehn Jahre nach dem Unfall geschildert, und die Situation in Prypjat im Jahr 1996 dargestellt – Touristen, die die Zone besuchen, Menschen, die wegen der Wohnungsnot in die leeren Häuser einziehen, immer mehr Menschen, die an den Spätfolgen der radioaktiven Belastung sterben.

Nach dem Film, der alle betroffen zurückließ, diskutierten die Anwesenden noch in Gruppen. Wichtig wegen der Gefahren der Atomenergie sei es, den Atomausstieg wie vorgesehen bis zum Jahr 2022 durchzuführen – in der Hoffnung, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt keine weitere Katastrophe mehr ereignet. Gerade angesichts der vielen Störfälle in AKWs in unseren europäischen Nachbarländern und der terroristischen Bedrohungen ist ein gesamteuropäischer Atomausstieg unverzichtbar. Dafür werden alle europäischen Grünen weiterhin kämpfen.

Monika Schroth

Sprecherin Grünen-KV Kurpfalz-Hardt

 

Mit Atomfässern erinnern die Grünen Kurpfalz-Hardt am Eingang zum Filmabend an die Gefahren der Atomkraft

Mit Atomfässern erinnern die Grünen Kurpfalz-Hardt am Eingang zum Filmabend an die Gefahren der Atomkraft