Ferienfreizeit bei den Grünen

Die Reilinger Grünen nahmen dieses Jahr wieder am Ferienprogramm der Gemeinde teil. Bei angenehmen Temperaturen konnten die Grünen-Sprecher Anna-Lena Großhans und Jochen Rotter 25 Kinder von 7 bis 12 Jahren an der Reilinger Bürgerbegegnungsstätte begrüßen. Unter fachkundiger Anleitung von Werner Borowski, Günter und Oliver Keim bauten die Kinder Insektenhotels. Dabei wurden verschieden große Löcher in Baumstämme gebohrt. Die Kinder sammelten auch dünne Äste und Blätter als Füllmaterial. Die Baumstämme wurden teils mit Draht zum Schutz der Insekten vor anderen Tieren versehen. Unterstützt wurden sie dabei von Eva Ciuman, Simon Schell und Heike Döhren.

Günter Keim und Werner Borowski erklärten den Kindern, dass der Lebensraum vieler Insekten wie z.B. Wildbienen stark geschrumpft ist, da es immer weniger alte Schuppen, Mauern oder auch Hecken gibt. Insektenhotels können neuen Lebensraum für diese Insekten bieten.

Nach getaner Arbeit gab es vom Küchenteam um Anna-Lena Großhans, Henny Niedermayer und Lisa Lautenschläger leckere vegetarische Pizzabrötchen. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht!

Besonderen Dank an Herrn Rüdiger Astor, der uns wieder einmal das richtige Holz zur Verfügung gestellt hat.

Werner Borowski bohrt Baumstämme

Werner Borowski bohrt Baumstämme

 

Günter Keim hilft Jugendlichen beim Anfertigen von Insektenhotels

Günter Keim hilft Jugendlichen beim Anfertigen von Insektenhotels

MdL Manfred Kern trifft Bürgermeister Stefan Weisbrod

v.l.n.r. Jochen Rotter, Manfred Kern, Stefan Weisbrod

v.l.n.r. Jochen Rotter, Manfred Kern, Stefan Weisbrod

Der Grüne Landtagsabgeordnete Manfred Kern gewann bei der Landtagswahl im März den Wahlkreis Schwetzingen. Er informierte sich bei Bürgermeister Stefan Weisbrod über aktuelle Reilinger Themen. Mit dabei war auch Jochen Rotter, der Reilinger Fraktionssprecher der Grünen.

Zu Beginn erläuterte Stefan Weisbrod den aktuellen Stand zur Zukunft des Schulstandortes Reilingen. Aufgrund der Ablehnung des Neulußheimer Gemeinderates wird es keine Gemeinschaftsschule Reilingen-Neulußheim geben. Die Neulußheimer Außenklassen der Werkrealschule werden künftig in Reilingen beheimatet werden. Stefan Weisbrod sprach in diesem Zusammenhang auch die Stephen-Hawking-Schule an: „Ich habe mich sehr über Signale aus dem Gemeinderat gefreut, weiterhin Klassen der Stephen-Hawking-Schule in Reilingen zu beherbergen.“ Sollte Reilingen eine Gemeinschaftsschule ohne Neulußheim einführen, wäre der Bau einer Mensa notwendig. Derzeit wird eine entsprechende Kostenaufstellung abgewartet, wobei auch die Alternative einer Nutzung der vorhandenen Küche bei den Mannherz-Hallen diskutiert wird. Bürgermeister Weisbrod zeigte sich stolz, dass schon derzeit ein Mittagstisch für die Schülerinnen und Schüler angeboten werden kann und freute sich, dass dieser so gut angenommen wird.

Manfred Kern sprach sich dafür aus, dass die Gemeinde Reilingen eine Gemeinschaftsschule in Eigenregie gründen sollte: „Ich bin optimistisch, dass die Einführung der Gemeinschaftsschule in Reilingen gelingen kann. Sie würde auch für Schülerinnen und Schüler der Nachbargemeinden attraktiv sein.“ Außerdem sei zu beachten, dass bei der Gemeinschaftsschule mehr Landesmittel für die erforderlichen Baumaßnahmen in Betracht kämen als bei einer anderen Schulart.

Der Abgeordnete, der auch Mitglied des Bildungsausschusses im Landtag ist, warb für einen Schulfrieden. Es sei nicht gut, wenn Politiker ohne fachliche Expertise die Zukunft der Gemeinschaftsschule in Frage stellen und für Behelfslösungen wie die „Realschule plus“ werben.

„Dies verunsichert Eltern und Lehrkräfte. Nachdem der Gemeinderat bereits einstimmig eine Grundsatzentscheidung für die Gemeinschaftsschule getroffen hat, wäre es folgerichtig, sich im Sinne der Kinder hierzu zu bekennen und diese Schulart, notfalls auch in Eigenregie, einzuführen.“

Eine positive Entwicklung beim öffentlichen Personennahverkehr konnte der Bürgermeister vermelden: „Auf der Linie 718 nach Walldorf wird zum neuen Schuljahr ein Gelenkbus eingesetzt. Dies ist eine Folge steigender Fahrgastzahlen.“

Ein Anliegen von Stefan Weisbrod ist auch der Anschluss an den Bahnhof Wiesloch-Walldorf mit der Buslinie 718. Manfred Kern regte dazu ein Treffen der Bürgermeister aller beteiligten Gemeinden an, um hier gemeinsam eine Lösung zu finden.

Weisbrod sprach auch den neuen Minikreisel am Sportplatz für die Linie 719 an. Diese Linie verbindet Reilingen seit kurzem mit dem Bahnhof Neulußheim und dem Bahnhof Rot/Malsch. Er zeigte sich erfreut, dass der neue Halt bereits nach so kurzer Zeit von Reilinger Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich auch dankbar für den Landeszuschuss zur Errichtung barrierefreier Bushaltestellen in der Haydnallee.

Im Gespräch ging es auch darüber, den Kraichbach künftig erlebbar zu machen. Zum Abschluss stellte Weisbrod noch Überlegungen über einen möglichen Lückenschluss des Radwegs nach Walldorf vor und erkundigte sich über entsprechende Fördermöglichkeiten des Landes.

Mit einer Einladung zum Großen Waldtag „Schwetzinger Hardt erleben“ am Sonntag 18. September 2016 ging der Besuch des Landtagsabgeordneten Manfred Kern bei Bürgermeister Stefan Weisbrod zu Ende.

 

Landtagsabgeordneter Manfred Kern besuchte Reilinger Grüne

Landtagsabgeordneter Manfred Kern besuchte den öffentlichen Grünen Stammtisch der Reilinger Grünen im Gasthaus Zum Löwen. Dieser Besuch war besonders: Bei der Landtagswahl im März 2016 holte er das Direktmandat in unserem Wahlkreis. Ein historischer Erfolg, gewann doch erstmals ein Grüner den Wahlkreis Schwetzingen. Manfred Kern ist nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im baden-württembergischen Landtag.

Mit den Reilinger Grünen sprach Manfred Kern u.a. über die Themen öffentlicher Personennahverkehr, Biotopvernetzung, Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, die Zukunft des Schulstandortes Reilingen und über die Burg Wersau. Daneben berichtete er auch über seine Arbeit im Landtag von Baden-Württemberg.

Stammtisch mit Manfred Kern

v.l.n.r.: Anna-Lena Großhans, Manfred Kern, Jochen Rotter, Lisa Lautenschläger, Simon Schell, Werner Borowski

Stellungnahme der Grünen-Fraktion zum Lutherhaus-Neubau

Die Gemeinde Reilingen punktet mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Durch den Wegfall mittelgroßer Veranstaltungsräume, wie sie das bisherige Lutherhaus und das Josefshaus waren bzw. noch sind, werden viele Veranstaltungen nicht mehr in der bisherigen Art und Weise durchgeführt werden können.

Die Fritz-Mannherz-Halle ist als großer Veranstaltungsraum für viele Veranstaltungen einfach zu groß und zu ungemütlich. Mit der Kooperation der politischen Gemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde könnte in Reilingen auch künftig ein mittelgroßer Veranstaltungsraum angeboten werden.

Die häufiger angesprochene Alternative eines eigenständigen Gemeindehauses ohne die evangelische Kirche würde die Gemeinde deutlich mehr Geld kosten. Ein möglicher Standort steht derzeit in Reilingen sowieso nicht zur Verfügung. Ein weiterer unnötiger Flächenverbrauch wäre die Folge. Diese Variante lehnen wir Grüne ab.

Trotzdem spricht sich die Grünen-Fraktion gegen eine Kooperation der politischen Gemeinde mit der evangelischen Kirchengemeinde aus. Die derzeitigen Bedingungen sind für uns nicht akzeptabel. Wir Grüne hoffen dennoch auf einen neuen Anlauf von Bürgermeister Weisbrod mit dem Evangelischen Oberkirchenamt eine für alle Beteiligten akzeptable und gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

30 Jahre nach Tschernobyl – Filmvorführung “Verwundete Erde”

Grünen-Kreisverband zeigte Tschernobyl-Film im Schwetzinger Lutherhaus

Herrliches Wetter, den ganzen Tag Sonnenschein. Wer erinnert sich nicht an das Wetter Ende April 1986, als es in Deutschland alle Menschen an die frische Luft zog? Umso geschockter waren die Menschen, als sie von der radioaktiven Wolke über Europa erfuhren. Denn erst am 28. April wurde bekannt, was sich am 26. April 1986 ereignet hatte: Der Reaktorkern im Atomkraftwerk in Tschernobyl war geschmolzen und die Welt wurde das erste Mal mit den Folgen einer radioaktiven Katastrophe konfrontiert. Daran erinnerte der Grünen-Kreisverband Kurpfalz-Hardt mit einer Filmvorführung am 30. Jahrestag des Unfalls im Lutherhaus in Schwetzingen.

Stephanie Aeffner, Vorstandsmitglied des grünen Kreisverbandes, führte die Zuschauer im vollbesetzten gelben Saal des Lutherhauses in die Problematik ein. Sie schilderte die Vorgänge, die nach einem von der Bedienungsmannschaft simulierten Stromausausfall in Block 4 des Reaktors stattfanden. Um 1:23 Uhr am 26. April 1986 explodierte der Reaktorkern, es kam zu einem Brand des Graphits und zu einer Freisetzung von hohen Mangen radioaktiven Materials, das sich in drei Wolken über Europa verteilte.

Der Film schildert eindringlich die Vorgänge vom 26. April 1986. Dargestellt wird das Leben in der ukrainisches Stadt Pryprjat. Am Tag vor der Katastrophe ist das Leben in der Stadt, die direkt neben den Reaktoren von Tschernobyl liegt, idyllisch –auch dort herrscht herrliches Wetter, keine Vorahnung der Katastrophe. Die Bevölkerung ahnt nichts von den Gefahren, die von einem Atomkraftwerk ausgehen können. Auch nach der Explosion und der Freisetzung der Radioaktivität wurde die Bevölkerung im Unwissen gelassen, sogenannte „Liquidatoren“ wurden ohne Wissen um die Gefahren und ohne Schutz zur Bekämpfung des Brandes in den Reaktor geschickt. Die Bevölkerung, die erst nach 36 Stunden evakuiert wurde, und dadurch unnötig radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurde, wurde auch dabei weiterhin im Unwissen über das Geschehen gelassen. Im zweiten Teil wurden die psychischen und physischen Spätfolgen der Betroffenen zehn Jahre nach dem Unfall geschildert, und die Situation in Prypjat im Jahr 1996 dargestellt – Touristen, die die Zone besuchen, Menschen, die wegen der Wohnungsnot in die leeren Häuser einziehen, immer mehr Menschen, die an den Spätfolgen der radioaktiven Belastung sterben.

Nach dem Film, der alle betroffen zurückließ, diskutierten die Anwesenden noch in Gruppen. Wichtig wegen der Gefahren der Atomenergie sei es, den Atomausstieg wie vorgesehen bis zum Jahr 2022 durchzuführen – in der Hoffnung, dass sich bis zu diesem Zeitpunkt keine weitere Katastrophe mehr ereignet. Gerade angesichts der vielen Störfälle in AKWs in unseren europäischen Nachbarländern und der terroristischen Bedrohungen ist ein gesamteuropäischer Atomausstieg unverzichtbar. Dafür werden alle europäischen Grünen weiterhin kämpfen.

Monika Schroth

Sprecherin Grünen-KV Kurpfalz-Hardt

 

Mit Atomfässern erinnern die Grünen Kurpfalz-Hardt am Eingang zum Filmabend an die Gefahren der Atomkraft

Mit Atomfässern erinnern die Grünen Kurpfalz-Hardt am Eingang zum Filmabend an die Gefahren der Atomkraft

Reilinger Grüne bei Aktion Saubere Gemeinde dabei

Die Reilinger Grünen beteiligten sich an der Aktion Saubere Gemeinde. Bei kaltem aber trockenem Frühlingswetter wurden zusammen mit dem CVJM der Spielplatz und der Bolzplatz an der Haydnallee sowie der Rote Heckweg am Wasserwerk vom Müll befreit.

Nach getaner Arbeit wurde dann im Feuerwehrheim die leckere Kartoffel- und Gulaschsuppe vom Deutschen Roten Kreuz-Ortsverein Reilingen verspeist.

Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Gruppenbild

Die Reilinger Grünen v.l.n.r.: Martin Hilken, Jochen Rotter, Simon Schell, Oliver Keim, Eva-Maria Ciuman und Lisa Lautenschläger

Grünen-Fraktion stellt vier Haushaltsanträge

Die Reilinger Grünen beantragen den Ausbau der Buslinie 718 nach Walldorf. Bisher gibt es keine Direktverbindung zum Bahnhof Wiesloch/Walldorf, unter der Woche fährt der letzte Bus um 18:08 Uhr nach Reilingen, am Wochenende fährt sogar überhaupt kein Bus. Bei der von den Grünen vorgeschlagenen Online-Umfrage zum ÖPNV sprach sich eine Mehrheit für den Ausbau dieser Buslinie aus.

Die Gemeinde wird beauftragt, zur besseren Mitsprache der Reilinger Jugendlichen einen Jugenddialog einzuführen. Dabei sollen die Jugendlichen selbst vorschlagen können, wie sie Aufenthaltsmöglichkeiten in Reilingen schaffen bzw. verbessern möchten.

Mit dem Antrag zur Biotopvernetzung sollen künftig einzelne isolierte Biotope wieder miteinander vernetzt werden. Damit würde dann ein genetischer Austausch ermöglicht werden. Überlebensfähige Populationen von Tieren und Pflanzen könnten entstehen.

Der vierte Antrag ist die Installation eines Blockheizkraftwerks, dass Fritz-Mannherz-Halle und Schiller-Schule beheizt. Damit lässt sich CO2 sparen und bringt auch einen finanziellen Ertrag. Das Blockheizkraftwerk wurde bereits beim Integrierten Klimaschutzkonzept vorgeschlagen.

Jahreshauptversammlung

Die Grünen-Sprecherin Anna-Lena Großhans konnte bei der Jahreshauptversammlung des Bündnis’90/Die Grünen-Ortsverband Reilingen im Gasthaus Zum Löwen viele Mitglieder begrüßen.

In ihrem Jahresbericht ging sie auf die Aktivitäten der Reilinger Grünen im Jahr 2015 ein. Gemeinsam mit dem CVJM sammelte man bei der Aktion Saubere Gemeinde rund um den Spielplatz Haydnallee Müll ein. Der Jahresausflug führte zu Biowinzer Seeber nach St. Martin. Die erste Teilnahme am Ferienfreizeitprogramm mit 26 Kindern war ein voller Erfolg. Die Kinder bastelten Insektenhotels. Erfreut zeigte sich Anna-Lena Großhans darüber, dass der Konverter nicht in das ehemalige Munitionsdepot in der Hexenblättelallee zwischen Reilingen und Kirrlach gebaut wird.

Der Fraktionssprecher Jochen Rotter berichtete aus dem Gemeinderat. Der Haushaltsantrag der Grünen-Fraktion zum barrierefreien Zugang zur Mehrzweckhalle der Fritz-Mannherz-Hallen wurde erfüllt. Die Rampe wurde im Oktober errichtet. Bedauernswert  ist, dass das Neubaugebiet Herten II kommt. Auch die weiterhin nicht fertiggestellte Biotopvernetzungsplanung ist nicht zufriedenstellend.

Positiv ist auch, dass endlich wieder etwas für Jugendliche getan wird. So traf sich der Arbeitskreis Kinder und Jugendliche bereits zweimal, um über eine neue Bleibe des Jugendtreffs zu beraten. Jetzt gilt es, mit einem echten Dialog mit den Jugendlichen Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen.

Mit dem positiven Bericht des Schatzmeisters Christopher Pöschel und der Entlastung der Vorstandschaft ging diese harmonische Jahreshauptversammlung zu Ende.